Ziel der Studie (lt. Autor)
Diese bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie wurde in fünf Regionen in Großbritannien durchgeführt, um das Gliom-Risiko bei Erwachsenen im Zusammenhang mit der Nutzung von Mobiltelefonen zu untersuchen. Die Studie ist Teil des INTERPHONE-Projekts.
Hintergrund/weitere Details:
Regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung wurde als Nutzung für mindestens sechs Monate ein Jahr vor Diagnosestellung definiert.
Endpunkt/Art der Risikoabschätzung
Exposition
| Referenzgruppe 1: | keine Nutzung oder weniger als sechs Monate 1 Jahr vor Diagnose |
| Gruppe 2: | regelmäßige Nutzung |
| Gruppe 3: | Jahre seit erster Nutzung: 1,5 - 4 |
| Gruppe 4: | Jahre seit erster Nutzung: 5 - 9 |
| Gruppe 5: | Jahre seit erster Nutzung: ≥ 10 |
| Gruppe 6: | Gesamtnutzung in Jahren: 0,5 - 4 |
| Gruppe 7: | Gesamtnutzung in Jahren: 5 - 9 |
| Gruppe 8: | Gesamtnutzung in Jahren:≥ 10 |
| Gruppe 9: | Gesamtnutzung in Stunden: ≤ 99 |
| Gruppe 10: | Gesamtnutzung in Stunden: 99 - ≤ 544 |
| Gruppe 11: | Gesamtnutzung in Stunden: > 544 |
| Gruppe 12: | Gesamtzahl der Anrufe: ≤ 2071 |
| Gruppe 13: | Gesamtzahl der Anrufe: 2071 - ≤ 6909 |
| Gruppe 14: | Gesamtzahl der Anrufe: > 6909 |
| Gruppe 15: | Gesamtnutzung in Stunden vor mehr als 10 Jahren: 0 |
| Gruppe 16: | Gesamtnutzung in Stunden vor mehr als 10 Jahren: ≤ 113 |
| Gruppe 17: | Gesamtnutzung in Stunden vor mehr als 10 Jahren: > 113 |
| Gruppe 18: | Anteil Stadt/Land bei erster Nutzung: hauptsächlich Stadt |
| Gruppe 19: | Anteil Stadt/Land bei erster Nutzung: hauptsächlich Land |
| Gruppe 20: | Anteil Stadt/Land bei erster Nutzung: beides |
| Gruppe 21: | Nutzungshäufigkeit bei Personen mit hochgradigen Tumoren: nicht regelmäßig |
| Gruppe 22: | Nutzungshäufigkeit bei Personen mit hochgradigen Tumoren: regelmäßig |
| Gruppe 23: | Nutzungshäufigkeit bei Personen mit niedriggradigen Tumoren: nicht regelmäßig |
| Gruppe 24: | Nutzungshäufigkeit bei Personen mit niedriggradigen Tumoren: regelmäßig |
| Gruppe 25: | Häufigkeit der ipsilateralen Nutzung: nie/nicht regelmäßig |
| Gruppe 26: | Häufigkeit der ipsilateralen Nutzung: regelmäßig |
| Gruppe 27: | Häufigkeit der kontralateralen Nutzung: nie/nicht regelmäßig |
| Gruppe 28: | Häufigkeit der kontralateralen Nutzung: regelmäßig |
Population
| Studiengröße | Fälle | Kontrollen |
|---|---|---|
| Teilnehmeranzahl | 966 | 1716 |
| Teilnehmerrate | 51% | 45% |
Statistisch signifikante Ergebnisse ![]()
| Gruppe | Exposition | Endpunkt | Fälle | Kontrollen | Parameter (OR) | Konfidenzintervall |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 26 | Häufigkeit der ipsilateralen Nutzung: regelmäßig | Gliom | 278 | 486 | 1,2 | 1,02-1,52 |
Statistische Auswertung mittels unkonditionaler logistischer Regression (korrigiert für 5-Jahre-Altersgruppe, Geschlecht, Region, Armut, Kombinationen von Befragungsjahr und Verzögerung)
Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
Es wurde kein Zusammenhang zwischen dem Risiko für Gliom und der Nutzung von Mobiltelefonen gefunden. Ein erhöhtes Risiko für einen Tumor auf der selben Seite, wo gewöhnlich das Mobiltelefon verwendet wurde, und ein reduziertes Risiko für die gegenüberliegende Seite wurden aufgedeckt. Dies kann möglicherweise auf Recall Bias zurückgeführt werden.
Einschränkungen (lt. Autor): Der Beobachtungszeitraum betrug nur 10 Jahre.
(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Fall-Kontroll-Studie)
Studie gefördert durch
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