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Epidemiologische Studie (Fall-Kontroll-Studie)

Mobile phone use and risk of parotid gland tumor. epidemiol.

Mobiltelefon-Nutzung und das Risiko für Ohrspeicheldrüsen-Tumor.

Von: Lönn S, Ahlbom A, Christensen HC, Johansen C, Schüz J, Edstrom S, Henriksson G, Lundgren J, Wennerberg J, Feychting M
Erschienen in: Am J Epidemiol 2006; 164 (7): 637 - 643 ( Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
Eine bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie wurde in Dänemark und Schweden zur Untersuchung der Hypothese durchgeführt, dass eine langzeitige Nutzung von Mobiltelefonen das Risiko für Ohrspeicheldrüsen-Tumor erhöht.
Hintergrund/weitere Details:
Als regelmäßige Nutzung wurde die Nutzung eines Mobiltelefons durchschnittlich einmal wöchentlich in 6 oder mehr Monaten ein Jahr vor Diagnosestellung definiert.
Die Studie basiert auf den dänischen und schwedischen Teilen des INTERPHONE-Projekts (Publikationen 11887, 10496, 11648 und 9105).

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels Odds Ratio (OR)

Exposition

Expositionsgruppen:

Referenzgruppe 1:  keine oder seltene Nutzung  
Gruppe 2:  regelmäßige Nutzung 
Gruppe 3:  Nutzungsdauer < 5 Jahre 
Gruppe 4:  Nutzungsdauer 5-9 Jahre 
Gruppe 5:  Nutzungsdauer ≥ 10 Jahre 
Gruppe 6:  Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung < 5 Jahre 
Gruppe 7:  Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung 5-9 Jahre 
Gruppe 8:  Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung ≥ 10 Jahre 
Gruppe 9:  Gesamtdauer < 30 Stunden 
Gruppe 10:  Gesamtdauer 30-449 Stunden 
Gruppe 11:  Gesamtdauer ≥ 450 Stunden 
Gruppe 12:  Gesamtzahl der Anrufe ≤ 624 
Gruppe 13:  Gesamtzahl der Anrufe 625-7349 
Gruppe 14:  Gesamtzahl der Anrufe ≥ 7350 
Referenzgruppe 15:  ipsilaterale Exposition: keine oder kontralaterale Nutzung 
Gruppe 16:  ipsilaterale Exposition: regelmäßige Nutzung 
Referenzgruppe 17:  kontralaterale Exposition: keine oder ipsilaterale Nutzung 
Gruppe 18:  kontralaterale Exposition: regelmäßige Nutzung 

Population


Studiengröße i Fälle  Kontrollen 
Anzahl geeignet 199966
Teilnehmeranzahl 172681
Teilnehmerrate 85%70%

Sonstiges: 60 Fälle mit bösartigem Ohrspeicheldrüsen-Tumor und 112 Fälle mit gutartigem pleomorphem Adenom

Statistische Auswertung mittels unkonditionaler logistischer Regression (korrigiert für 5-Jahre-Altersgruppe, Geschlecht, Region, Land, Bildungsstand)

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
Es wurde kein erhöhtes Risiko bei regelmäßiger Mobiltelefon-Nutzung für Ohrspeicheldrüsen-Tumor beobachtet, unabhängig von der Nutzungsdauer. Das Risiko war weder erhöht bei überwiegender Nutzung in ländlicher noch in städtischer Region. Getrennte Auswertung für analoge und digitale Mobiltelefone wiesen keine erhöhten Risiken auf.
Die Ergebnisse unterstützen nicht die Hypothese, dass die Exposition bei von Mobiltelefonen erzeugten elektromagnetischen Feldern das Risiko für bösartige oder gutartige Ohrspeicheldrüsen-Tumore erhöht.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Fall-Kontroll-Studie)

Studie gefördert durch

  • European Union (EU)/European Commission
  • Swedish Research Council (VR)
  • International Union against Cancer (UICC; Union Internationale Contre le Cancer), Switzerland

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Glossar: analoge, bösartige, bevölkerungsbezogen, Diagnose, digitale, elektromagnetischen Feldern, epidemiologische Studie, Exposition, Fall-Kontroll-Studie, GSM, gutartige, Hypothese, Interphone-Projekts, Inzidenz, Krebsregister, Matching, Mobiltelefon, NMT, Ohrspeicheldrüsen, Ohrspeicheldrüsen-Tumor, OR, pleomorphes Adenom, Risiko, statistische, Tumore, unkonditionaler logistischer Regression

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