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Epidemiologische Studie (Fall-Kontroll-Studie)

Use of mobile phones in Norway and risk of intracranial tumours. epidemiol.

Mobiltelefon-Nutzung in Norwegen und das Risiko für Hirntumor.

Von: Klaeboe L, Blaasaas KG, Tynes T
Erschienen in: Eur J Cancer Prev 2007; 16 (2): 158 - 164 ( Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
In einer bevölkerungsbezogenen Fall-Kontroll-Studie in Norwegen wurde die Hypothese überprüft, ob die Nutzung von Mobiltelefonen das Risiko für Gliome, Meningiome und Akustikusneurinome erhöht. Diese Studie ist Teil des INTERPHONE-Projekts.
Hintergrund/weitere Details:
Regelmäßige Nutzung wurde definiert als Nutzung eines Mobiltelefons durchschnittlich einmal wöchentlich in 6 oder mehr Monaten.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels Odds Ratio (OR)

Exposition

Expositionsgruppen:

Referenzgruppe 1:  keine oder unregelmäßige Nutzung 
Gruppe 2:  regelmäßige Nutzung 
Gruppe 3:  regelmäßige Nutzungsdauer: < 2 Jahre 
Gruppe 4:  regelmäßige Nutzungsdauer: 2 - 5 Jahre 
Gruppe 5:  regelmäßige Nutzungsdauer: ≥ 6 Jahre 
Gruppe 6:  Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: < 2 Jahre 
Gruppe 7:  Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: 2 - 5 Jahre 
Gruppe 8:  Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: ≥ 6 Jahre 
Gruppe 9:  Gesamtnutzungsdauer: < 17 Stunden 
Gruppe 10:  Gesamtnutzungsdauer: 17 - 424 Stunden 
Gruppe 11:  Gesamtnutzungsdauer: ≥ 425 Stunden 
Gruppe 12:  Gesamtnutzungsdauer, korrigiert für Freisprechanlage: < 17 Stunden 
Gruppe 13:  Gesamtnutzungsdauer, korrigiert für Freisprechanlage: 17 - 424 Stunden 
Gruppe 14:  Gesamtnutzungsdauer, korrigiert für Freisprechanlage: ≥ 425 Stunden 
Gruppe 15:  Gesamtzahl der Telefonate: < 400 
Gruppe 16:  Gesamtzahl der Telefonate: 400 - 6999 
Gruppe 17:  Gesamtzahl der Telefonate: ≥ 7000 
Gruppe 18:  digitale Telefone, regelmäßige Nutzung 
Gruppe 19:  digitale Telefone, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: < 2 Jahre 
Gruppe 20:  digitale Telefone, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: 2 - 5 Jahre 
Gruppe 21:  digitale Telefone, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: ≥ 6 Jahre 
Gruppe 22:  analoge Telefone, regelmäßige Nutzung 
Gruppe 23:  analoge Telefone, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: < 6 Jahre 
Gruppe 24:  analoge Telefone, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: ≥ 6 Jahre 
Referenzgruppe 25:  ipsilateral, keine oder seltene Nutzung oder auf der gegenüberliegende Seite zum Tumor 
Gruppe 26:  ipsilateral, regelmäßige Nutzung 
Gruppe 27:  ipsilateral, regelmäßige Nutzungsdauer: < 2 Jahre 
Gruppe 28:  ipsilateral, regelmäßige Nutzungsdauer: 2 - 5 Jahre 
Gruppe 29:  ipsilateral, regelmäßige Nutzungsdauer: ≥ 6 Jahre 
Gruppe 30:  ipsilateral, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: < 2 Jahre 
Gruppe 31:  ipsilateral, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: 2 - 5 Jahre 
Gruppe 32:  ipsilateral, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: ≥ 6 Jahre 
Referenzgruppe 33:  kontralateral, keine oder seltene Nutzung oder auf der selben Seite wie der Tumor 
Gruppe 34:  kontralateral, regelmäßige Nutzung 
Gruppe 35:  kontralateral, regelmäßige Nutzungsdauer: < 2 Jahre 
Gruppe 36:  kontralateral, regelmäßige Nutzungsdauer: 2 - 5 Jahre 
Gruppe 37:  kontralateral, regelmäßige Nutzungsdauer: ≥ 6 Jahre 
Gruppe 38:  kontralateral, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: < 2 Jahre 
Gruppe 39:  kontralateral, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: 2 - 5 Jahre 
Gruppe 40:  kontralateral, Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung: ≥ 6 Jahre 

Population


Studiengröße i Fälle  Kontrollen 
Teilnehmeranzahl 541358
Teilnehmerrate 74%69%

Statistische Auswertung mittels logistischer Regression (korrigiert für Alter, Geschlecht, Region, Bildung)

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
Es wurde kein Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko für Gliom, Meningiom oder Akustikusneurinom gefunden. Die Lateralität der Mobiltelefon-Nutzung korrelierte nicht mit der Lokalisation des Tumors.

Einschränkungen (lt. Autor): Die Beobachtungszeit war zu kurz, um Langzeit-Wirkungen aufzudecken.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Fall-Kontroll-Studie)

Studie gefördert durch

  • European Union (EU)/European Commission
  • GSM Association, UK/Ireland
  • Mobile Manufacturers Forum (MMF), Belgium
  • International Union against Cancer (UICC; Union Internationale Contre le Cancer), Switzerland
  • Quality of Life and Management of Living Resources program of European Union

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Glossar: Akustikusneurinom, analoges, bevölkerungsbezogen, Diagnose, digitales, epidemiologische Studie, Exposition, Fall-Kontroll-Studie, Gliom, Hirntumor, Hypothese, Interphone-Projekts, Inzidenz, korrelierte, Lateralität, logistischer Regression, Matching, Meningiom, Mobiltelefon, OR, Risiko, statistische, Tumors

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