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Epidemiologische Studie (Fall-Kontroll-Studie)

Meningioma and mobile phone use--a collaborative case-control study in five North European countries. epidemiol.

Meningiom und Mobiltelefon-Nutzung - eine gemeinschaftliche Fall-Kontroll-Studie in fünf nordeuropäischen Ländern.

Von: Lahkola A, Salminen T, Raitanen J, Heinavaara S, Schoemaker MJ, Christensen HC, Feychting M, Johansen C, Klaeboe L, Lonn S, Swerdlow AJ, Tynes T, Auvinen A
Erschienen in: Int J Epidemiol 2008; 37 (6): 1304 - 13 ( Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
Eine gemeinschaftliche bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie wurde in fünf nordeuropäischen Ländern (Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Südost-England) durchgeführt, um einen möglichen Zusammenhang zwischen Meningiom und der Nutzung von Mobiltelefonen zu untersuchen.
Diese Studie ist Teil des INTERPHONE-Projekts.
Hintergrund/weitere Details:
Die Studien aus Schweden, Dänemark und Norwegen wurden bereits veröffentlicht (Publikation 11887, Publikation 11648 und Publikation 14543). Darüber hinaus wurden gemeinschaftliche Analysen, die ebenfalls auf diesen Studien basierten, zu Akustikusneurinom (Publikation 12419) und Gliom (Publikation 14460) publiziert.
Regelmäßige Nutzung eines Mobiltelefons wurde als Nutzung für mindestens einmal pro Woche während mindestens 6 Monaten definiert.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels Odds Ratio (OR)

Exposition

Expositionsgruppen:

Referenzgruppe 1:  keine oder seltene Nutzung 
Gruppe 2:  regelmäßige Nutzung 
Gruppe 3:  Jahre seit erster Nutzung: 1,5 - 4 
Gruppe 4:  Jahre seit erster Nutzung: 5 - 9 
Gruppe 5:  Jahre seit erster Nutzung: ≥ 10 
Gruppe 6:  Lebensjahre der Nutzung: 0,5 - 4 
Gruppe 7:  Lebensjahre der Nutzung: 5 - 9 
Gruppe 8:  Lebensjahre der Nutzung: ≥ 10 
Gruppe 9:  Gesamtzahl der Anrufe: 2172 
Gruppe 10:  Gesamtzahl der Anrufe: 2172-7792 
Gruppe 11:  Gesamtzahl der Anrufe: > 7792 
Gruppe 12:  Gesamtnutzungsdauer: < 125 Stunden 
Gruppe 13:  Gesamtnutzungsdauer: 125 - 514 Stunden 
Gruppe 14:  Gesamtnutzungsdauer: ≥ 514 Stunden 
Gruppe 15:  Gesamtzahl der Anrufe seit erster Nutzung: < 10 Jahre  
Gruppe 16:  Gesamtzahl der Anrufe seit erster Nutzung: ≥ 10 Jahre (≤ 1537 Anrufe) 
Gruppe 17:  Gesamtzahl der Anrufes seit erster Nutzung: ≥ 10 Jahre (> 1537 Anrufe) 
Gruppe 18:  Gesamtnutzungsdauer seit erster Nutzung: < 10 Jahre  
Gruppe 19:  Gesamtnutzungsdauer seit erster Nutzung: ≥ 10 Jahre (≤ 70 Stunden) 
Gruppe 20:  Gesamtnutzungsdauer seit erster Nutzung: ≥ 10 Jahre (> 70 Stunden) 
Gruppe 21:  Nutzung eines analogen Telefons 
Gruppe 22:  Nutzung eines digitalen Telefons 
Referenzgruppe 23:  seltene Nutzung oder Tumor und Telefonnutzung an den gegenüberliegenden Seiten (kontralateral) 
Gruppe 24:  regelmäßige ipsilaterale Nutzung 
Gruppe 25:  ipsilateral, Jahre seit erster Nutzung: 1,5 - 4 
Gruppe 26:  ipsilateral, Jahre seit erster Nutzung: 5 - 9 
Gruppe 27:  ipsilateral, Jahre seit erster Nutzung: ≥ 10 
Referenzgruppe 28:  seltene Nutzung oder Tumor und Telefonnutzung an derselben Seite des Kopfes (ipsilateral) 
Gruppe 29:  kontralateral, Jahre seit erster Nutzung: 1,5 - 4 
Gruppe 30:  kontralateral, Jahre seit erster Nutzung: 5 - 9 
Gruppe 31:  kontralateral, Jahre seit erster Nutzung: ≥ 10 

Population

  • Fallgruppe
    Männer und Frauen im Alter von 20 bis 69 Jahren
    Diagnose: Meningiom
    Beobachtungszeitraum: September 1999 - Februar 2004
    Studienort: Dänemark, Finnland (außer Nord-Lappland und Aland), Norwegen (südliche und mittlere Teile), Schweden (Regionen von Umea, Stockholm, Göteborg und Lund), Großbritannien (Themse-Region in Südost-England)
    Datenquelle: Neurochirurgie-, Onkologie- und Neurologie-Abteilungen in den Studienregionen, Krebsregister

  • Kontrollgruppe
    Auswahl: bevölkerungsbezogen, registerbezogen
    Matching: Geschlecht, Alter, Gebiet
Weitere Parameter ermittelt durch Befragung (Krankengeschichte, Bildungsstand, familiäre Vorgeschichte bzgl. Hirntumoren, frühere Strahlungs-Therapie des Kopf- und Nacken-Bereichs (< 10 Jahre vor dem Referenz-Datum), vorangegangene Diagnose von Neurofibromatose oder tuberöse Hirnsklerose)

Studiengröße i Fälle  Kontrollen 
Anzahl geeignet 1 6296 581
Teilnehmeranzahl 1 2093299
Teilnehmerrate 74%50%
Für die Analyse verfügbare Anzahl 1 2042 945

Statistische Auswertung mittels konditionaler logistischer Regression (korrigiert für 5-Jahre-Altersgruppe, Geschlecht, Region, Land)

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
Es wurde kein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für Meningiom im Zusammenhang mit Mobiltelefon-Nutzung gefunden. Regelmäßige Nutzung, Zeit seit erster Nutzung, Gesamtnutzungszeit und Gesamtzahl der Telefonate gingen nicht mit einem erhöhten Risiko einher. Es wurde kein erhöhtes Risiko in Bezug auf ipsilateraler Nutzung oder Nutzung von analogen sowie digitalen Mobiltelefonen beobachtet.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die Ergebnisse nicht darauf hinweisen, dass die Nutzung von Mobiltelefonen mit einem erhöhten Risiko für Meningiom verbunden ist.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Fall-Kontroll-Studie)

Studie gefördert durch

  • European Union (EU)/European Commission
  • Academy of Finland
  • Swedish Research Council (VR)
  • Emil Aaltonen Foundation, Finland
  • GSM Association, UK/Ireland
  • Mobile Manufacturers Forum (MMF), Belgium
  • International Union against Cancer (UICC; Union Internationale Contre le Cancer), Switzerland
  • Mobile Telecommunications and Health Research (MTHR), UK

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Glossar: Akustikusneurinom, analogen, bevölkerungsbezogen, Diagnose, digitalen, epidemiologische Studie, Exposition, Fall-Kontroll-Studie, Gliom, Hirntumoren, Interphone-Projekts, Inzidenz, ipsilateraler, konditionaler logistischer Regression, Krankengeschichte, Krebsregister, Lateralität, Matching, Meningiom, Mobilfunk, Mobiltelefon, Neurologie, Onkologie, OR, Risiko, statistische, Strahlungs, Therapie

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