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Epidemiologische Studie (Meta-Analyse)

Epidemiological evidence for an association between use of wireless phones and tumor diseases. epidemiol.

Epidemiologische Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Nutzung von Schnurlos-Telefonen und Tumor-Erkrankungen.

Von: Hardell L, Carlberg M, Hansson Mild K
Erschienen in: Pathophysiology 2009; 16 (2-3): 113 - 122 ( Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
Es wurde der mögliche Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und Hirntumor sowie anderen Tumor-Arten in einer Meta-Analyse untersucht. Dies ist ein Update einer kürzlich publizierten Meta-Analyse (Hardell et al. 2008).
Hintergrund/weitere Details:
Folgende Studien wurden einbezogen: Inskip et al. 2001, Auvinen et al. 2002, Lönn et al. 2004, Christensen et al. 2004, Hardell et al. 2004, Hardell et al. 2004, Hardell et al. 2005, Schoemaker et al. 2005, Lönn et al. 2005, Christensen et al. 2005, Hepworth et al. 2006, Schüz et al. 2006, Lönn et al. 2006, Hardell et al. 2006, Takebayashi et al. 2006, Lahkola et al. 2007, Hours et al. 2007, Schlehofer et al. 2007, Klaeboe et al. 2007, Sadetzki et al. 2008, Takebayashi et al. 2008 und Lahkola et al. 2008.

Endpunkte/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels Odds Ratio (OR)

Exposition

Expositionsgruppen:

Referenzgruppe 1:  nicht exponiert 
Gruppe 2:  regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung  
Gruppe 3:  regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: > 10 Jahre 
Gruppe 4:  ipsilaterale regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: > 10 Jahre 
Gruppe 5:  kontralaterale regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: > 10 Jahre 

Population
Studiengruppe: Männer und Frauen
Studienort: Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, USA, Japan

Statistisch signifikante Ergebnisse i

 Gruppe  Exposition  Endpunkt  beobachtete Fälle  erwartete Fälle  Parameter (OR Konfidenzintervall 
3regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: > 10 JahreGliom2333301,31,1-1,6
4ipsilaterale regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: > 10 JahreGliom1181451,91,4-2,4
4ipsilaterale regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: > 10 JahreAkustikusneurinom411521,61,1-2,4

Statistische Auswertung mittels Fixed-Effects-Modell

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
Es wurde insgesamt kein erhöhtes Risiko für Gliom im Zusammenhang mit Mobiltelefon-Nutzung gefunden. Jedoch wurde ein signifikant erhöhtes Risiko für Gliom bei Latenzzeit von 10 Jahren beobachtet (OR 1,2; KI 1,1-1,6), das bei ipsilaterale Nutzung höher lag (OR 1,9; KI 1,4-2,4). Für Akustikusneurinom wurde insgesamt kein erhöhtes Risiko in der Verbindung mit Mobiltelefon-Nutzung gefunden. Allerdings wurde ein signifikant erhöhtes Risiko für Akustikusneurinom beobachtet, wenn ein Mobiltelefon mehr als 10 Jahre ipsilateral genutzt wurde. Es wurde kein erhöhtes Risiko für Meningiom gefunden. Für Speicheldrüsen-Tumor, Non-Hodgkin-Lymphom und Hodentumor wurde kein konsistenter Zusammenhang beobachtet. Die Studienergebnisse zu malignem Melanom des Auges und im Schädelbein gelegenem Gesichtsnerv-Tumor sind aufgrund methodischer Mängel nur eingeschränkt zu verwenden.
Die Autoren schlussfolgerten, dass ein erhöhtes Risiko für Gliom und Akustikusneurinom nach mehr als 10-jähriger Mobiltelefon-Nutzung konsistent aufgezeigt wurde.

Einschränkungen (lt. Autor): Die Ergebnisse beruhen auf einer geringen Anzahl von Langzeit-Nutzern.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Meta-Analyse)

Studie gefördert durch

  • Cancer och Allergifonden (Cancer and Allergy Foundation), Sweden
  • Örebro Cancer Fund, Sweden

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Glossar: Akustikusneurinom, analoges, Auges, digitales, Endpunkt, epidemiologische Studie, Exposition, Fragebogen, Gesichtsnerv, Gliom, GSM, Hirntumor, Hodentumor, Inzidenz, ipsilateral, KI, Latenzzeit, Leukämie, Lymphom, Melanom, Meningiom, Meta-Analyse, Mobiltelefon, NMT, Non-Hodgkin-Lymphom, OR, Risiko, Schnurlostelefon, signifikant, Speicheldrüsen, statistische, Tumor

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