*Registrieren *Impressum *Kontakt
*Deutsche Version*English Version  
Schnellsuche:
Nicht angemeldet. [Anmelden
Home
Zielsetzung
Publikationen
Suche
Themenbereiche
Glossar
Feldquellen
Grundlagen
Links

Übersicht über Mobilfunkstudien:
 

Möchten Sie den Artikel kommentieren?

Kommentar abgeben

Epidemiologische Studie (Fall-Kontroll-Studie)

Brain tumors and salivary gland cancers among cellular telephone users. epidemiol.

Hirntumor und Speicheldrüsenkrebs bei Mobiltelefon-Nutzern.

Von: Auvinen A, Hietanen M, Luukkonen R, Koskela RS
Erschienen in: Epidemiology 2002; 13 (3): 356 - 359 ( Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
Eine registerbezogene Fall-Kontroll-Studie zur Mobiltelefon-Nutzung und Hirntumor sowie Speicheldrüsenkrebs wurde in Finnland durchgeführt.
Hintergrund/weitere Details:
Es wurden alle Fälle mit Hirntumor und Speicheldrüsenkrebs, die 1996 in Finnland diagnostiziert wurden, mit Hilfe des finnischen Krebsregisters identifiziert. Fünf Kontrollen wurden für jeden Fall aus dem Bevölkerungsregister von Finnland ausgewählt. Informationen zu Mobiltelefon-Verträgen wurden aus Listen mit privaten Verträgen von zwei Mobilfunk-Netzbetreibern in Finnland für die Fälle und Kontrollen beschafft.

Endpunkte/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels Odds Ratio (OR)

Exposition

Expositionsgruppen:

Referenzgruppe 1:  analog, Vertrag: nie 
Gruppe 2:  analog, Vertrag: jemals 
Gruppe 3:  analog, Vertragsdauer: < 1 Jahre 
Gruppe 4:  analog, Vertragsdauer: 1-2 Jahre 
Gruppe 5:  analog, Vertragsdauer: > 2 Jahre 
Referenzgruppe 6:  digital, Vertrag: nie 
Gruppe 7:  digital, Vertrag: jemals 
Gruppe 8:  digital, Vertragsdauer: < 1 Jahre 
Gruppe 9:  digital, Vertragsdauer: 1-2 Jahre 
Gruppe 10:  digital, Vertragsdauer: > 2 Jahre 

Population


Studiengröße i Fälle  Kontrollen 
Anzahl geeignet 4322 156
Für die Analyse verfügbare Anzahl 4322 156

Sonstiges: 398 Hirntumore, davon 198 Gliome, 129 Meningiome und 72 andere Arten; 34 Speicheldrüsentumore
Confounders: sozioökonomischer Status, Wohnen in der Stadt, Beruf entweder Landwirt oder mit Exposition bei elektromagnetischen Feldern

Statistisch signifikante Ergebnisse i

 Gruppe  Exposition  Endpunkt  Fälle  Kontrollen  Parameter (OR Konfidenzintervall 
2analog, Vertrag: jemalsGliom26682,11,3-3,4

Statistische Auswertung mittels konditionaler logistischer Regression

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
13 % der Hirntumor-Fälle, 12 % der Speicheldrüsenkrebs-Fälle und 11 % der Kontrollen hatte jemals einen Vertrag mit einem Mobilfunk-Netzbetreiber. Die Ergebnisse zeigten keinen Zusammenhang zwischen Hirntumor oder Speicheldrüsentkrebs und der Mobiltelefon-Nutzung auf. Jedoch wurde ein schwacher Zusammenhang zwischen Gliom und der Nutzung von analogen Mobiltelefonen gefunden.

Einschränkungen (lt. Autor): Die registerbezogene Vorgehensweise ist in Bezug auf die Risiko-Abschätzung der Mobilfunk-Nutzung nur von eingeschränktem Wert, da es nicht möglich war, festzustellen, ob der tatsächliche Nutzer eines Mobiltelefons der Vertragsinhaber oder zum Beispiel ein Familienmitglied war.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Fall-Kontroll-Studie)

Studie gefördert durch

  • Tekes (National Technology Agency), Finland

Themenverwandte Artikel i
Glossar: analogen, bevölkerungsbezogen, Confounders, Diagnose, digital, elektromagnetischen Feldern, Endpunkt, epidemiologische Studie, Exposition, Fall-Kontroll-Studie, Gliom, Hirntumor, Inzidenz, konditionaler logistischer Regression, Konfidenzintervall, Krebsregister, Matching, Meningiom, Mobilfunk, Mobiltelefons, OR, Risiko, sozioökonomischer Status, Speicheldrüsenkrebs, statistische

© 1997 - 2010, Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (femu - RWTH Aachen).

Der Inhalt des EMF-Portals darf weder kopiert, verändert, noch in irgendeiner Form, gleichgültig ob elektronisch oder auf anderen Medien, gespeichert werden. Er darf nur zur persönlichen Information verwendet werden. Ohne ausdrückliche, schriftliche Zustimmung des femu an der RWTH Aachen ist jegliche weitergehende Verwendung, insbesondere Veröffentlichung, Vervielfältigung, jede Form der gewerblichen Nutzung sowie Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder überarbeiteter Form - untersagt. Durch Abruf, Ansicht oder Ausdruck dieser Dokumente erklären Sie sich mit den im Kleingedruckten genannten Bedingungen ausdrücklich einverstanden.

 Druckansicht