Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Comparative effectiveness of hypothermia rewarming techniques: radio frequency energy vs. warm water. med./bio.

[Vergleichende Wirksamkeit von Hypothermie-Wiederaufwärmungs-Techniken: Hochfrequenz-Energie gegenüber Warmwasser].

Veröffentlicht in: Resuscitation 1995; 29 (3): 203-214

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wiederaufwärmungs-Wirksamkeit einer hochfrequenten Spule (13.56 MHz) bei einer spezifischen Absorptionsrate von 2.5 W/kg mit einem Warmwasser-Eintauchbad (40°C) und einem mumienförmigen Isolationssack unter simulierten Feldbedingungen verglichen werden. Vier Versuchspersonen wurden in 10°C kaltes Wasser eingetaucht, entweder bis zu 90 Minuten oder bis ihre Rektaltemperatur auf 35°C abgesunken war. Nach dem Eintauchen wurde die Wiederaufwärmung mit Hilfe von Hochfrequenz, Warmwasser oder Isolationssack durchgeführt, so dass jede Person einmal mit jeder Methode wiedererwärmt wurde.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 13,56 MHz
Expositionsdauer: für 60 Min oder bis die Rektaltemperatur 37°C erreicht hatte

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 13,56 MHz
Typ
Expositionsdauer für 60 Min oder bis die Rektaltemperatur 37°C erreicht hatte
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau test person's torso inside the coil; coil kept away from the skin surface by 4 pads od Nautilux foam located about the torso
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 26 W/m² nicht spezifiziert gemessen - in der Entfernung von 1 m
SAR 2,5 W/kg - - - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Warmwasser besitzt während der Wiedererwärmung und bei den gemessenen Rektaltemperaturen (60 min nach Beginn der Wiedererwärmung) eine signifikant größere Anstiegsrate der Rektaltemperatur als Hochfrequenz und der Isolationssack . Außerdem entsteht bei Warmwasser auch eine kürzere Dauer beim weiteren Abfall der Körperkerntemperatur ("Afterdrop") als beim Isolationssack. Der Isolationssack hat eine signifikant verlängerte Afterdrop-Dauer im Vergleich zu Warmwasser und Hochfrequenz. Keine signifikanten Unterschiede zwischen der Hochfrequenz und dem Isolationssack wurden festgestellt während der Wiedererwärmung, bei den Rektaltemperaturen, gemessen 60 min nach Beginn der Wiedererwärmung, und in der Afterdrop-Dauer bei der Rektaltemperatur. Es gab keine signifikanten Unterschiede für die Herzfrequenz während der Wiedererwärmung zwischen den unterschiedlichen Methoden. Ebenso wurden keine signifikanten Unterschiede in der subjektiven Empfindung zwischen den drei Methoden ermittelt. Warmwasser-Wiedererwärmung führt zu signifikant höheren Hauttemperaturen während fast der gesamten Wiedererwärmungsdauer im Vergleich zu Hochfrequenz und Isolationssack.
Die Ergebnisse zeigen, dass bei Personen mit milder Hypothermie die aktive Wiedererwärmung mit Hochfrequenz bei einer spezifischen Absorptionsrate (SAR) von 2,5 W/kg weniger wirksam als Warmwasser ist und ähnlich wirksam wie die passive Wiedererwärmung mit Hilfe eines Isolationssacks ist.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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