Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effect of digital cellular phones on tachyarrhythmia analysis of automated external defibrillators. Gerät/Impl.

[Wirkung digitaler Handys auf die Tachyarrhythmie-Analyse automatisierter externer Defibrillatoren].

Veröffentlicht in: Eur J Emerg Med 2004; 11 (2): 75-80

Ziel der Studie (lt. Autor)

Notfall-Personal, Familienmitglieder oder Patienten tragen und nutzen oft digitale Handys an Unfall-Orten. Da es dokumentierte Wirkungen auf implantierte Herzschrittmacher und Cardioverter-Defibrillator gibt, wurde der Einfluss von Handys auf automatisierte externe Defibrillatoren untersucht.

Hintergrund/weitere Details

Automatisierte externe Defibrillator-Modelle wurden an einem Prüfstand auf ihre korrekte Entscheidung, einen Schock zu empfehlen oder nicht, getestet. Dabei wurden sie einer elektromagnetischen Interferenz von einem Handy mit 2 W oder von einem Handy mit 8 W Sendeleistung ausgesetzt. Die Empfindlichkeit und Genauigkeit des Elektrokardiogramm-Analysen-Systems wurde bei zu schockenden Rhythmen (Rhythmus, bei dem der automatisierte externe Defibrillator zu einem therapeutischen Schock rät) und nicht zu schockenden Rhythmen, bereitgestellt durch einen Elektrokardiogramm-Simulator, und bei zwei menschlichen Testpersonen mit normalen Sinus-Rhythmen untersucht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 906,2 MHz
Modulationsart: gepulst
  • Leistung: 2 W nicht spezifiziert (durch ein Motorola MicroTAC 5200.)
  • Leistung: 8 W nicht spezifiziert (durch ein Motorola International 1000)
Exposition 2: 906,2 MHz
Modulationsart: gepulst
  • Leistung: 2 W nicht spezifiziert (durch ein Motorola MicroTAC 5200.)
  • Leistung: 8 W nicht spezifiziert (durch ein Motorola International 1000)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 906,2 MHz
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 217 Hz
Zusatzinfo

Used in speech mode.

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau The mobile phones were placed in three different positions, on the AED, between patient electrodes and at 1 m distance from AED.
Zusatzinfo The testing rhythms were generated by an electrocardiogram (EEG) simulator which was contained in a grounded box made out of 2 mm sheet iron to create a Faraday cage. A 5 mm PVC sheet was mounted on top of the box with electrodes separated at 30 cm distance. Inside the cage a 50 Ohm manikin load box was connected between the simulator and the outer electrodes. The automated external defibrillators (AEDs) were connected to the stimulator with their original diaposable defibrillation electrodes.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 2 W nicht spezifiziert nicht spezifiziert - durch ein Motorola MicroTAC 5200.
Leistung 8 W nicht spezifiziert nicht spezifiziert - durch ein Motorola International 1000

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 906,2 MHz
Modulation
Modulationsart gepulst
Zusatzinfo

The testing sequence used discontinious transmitting exchange (DTX) with a burst frequency of 4 to 8 Hz in muted microphone mode.

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 2 W nicht spezifiziert nicht spezifiziert - durch ein Motorola MicroTAC 5200.
Leistung 8 W nicht spezifiziert nicht spezifiziert - durch ein Motorola International 1000

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Schock-beratende Systeme automatisierter externer Defibrillatoren sind nicht empfindlich gegenüber elektromagnetischer Interefernz von 900 MHz-Handys. Die Aufforderungsansage dagegen könnte durch den Betrieb nahgelegener Handys verzerrt sein. Dieser Sachverhalt sollte bei der Schulung an automatisierten externen Defibrillatoren angesprochen werden.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch