Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low frequency magnetic fields and the promotion of H2O2-induced cell death in HL-60 cells med./bio.

[Extrem niederfrequente Magnetfelder und die Förderung von H2O2-induziertem Zelltod in HL-60-Zellen]

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2004; 80 (4): 317-324

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte untersucht werden, ob die Exposition bei einem extrem niederfrequenten magnetischen Feld den Wasserstoffperoxid (H2O2)-induzierten Zelltod bei menschlichen Leukämie HL-60 Zellen beeinflusst.

Hintergrund/weitere Details

H2O2 ist eine wichtige intrazelluläre Verbindung und kann Zelltod durch sowohl Apoptose als auch Nekrose verursachen. Die Zellen wurden mit H2O2 (25, 50, 85 und 100 µM) mit oder ohne Exposition bei dem magnetischen Feld behandelt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 24 h
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 5 mT - - - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die gleichzeitige Behandlung mit Exposition bei dem magnetischen Feld und H2O2 (85 oder 100 µM) für 24 h erhöhte signifikant die Anzahl der apoptotischen und nekrotischen Zellen, und verringerte signifikant die Anzahl der lebenden Zellen im Vergleich zu den Zellen, die mit H2O2 allein behandelt wurden. Die Protein-Level von Bax und Bcl-2 zeigten keine Unterschiede zwischen H2O2-behandelten Zellen und solchen, die sowohl mit H2O2 als auch mit dem magnetischen Feld behandelt wurden. Die Befeldung mit dem magnetischen Feld hatte ebenfalls keine Wirkung auf die H2O2-induzierte Caspase-3-Aktivierung. Allerdings war die Protein-Konzentration von aktiver Caspase-7 in Zellen, die gleichzeitig dem magnetischen Feld und H2O2 (für 2 und 8 h) ausgesetzt waren, höher als die bei der H2O2-Behandlung allein. Zusätzlich verursachte eine gleichzeitige Exposition bei dem magnetischen Feld und H2O2 die Spaltung von PARP und induzierte frühe Inaktivierung nach 2 h. H2O2-Behandlung allein erzeugte bis 4 h nicht diesen Effekt.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass, obwohl das magnetische Feld selbst keine Apoptose und Nekrose induziert, es einen fördernden Effekt auf den H2O2-induzierten Zelltod ausübt. Die Ergebnisse zeigen, dass Caspase-7, ebenso wie PARP in diesen Prozess involviert sein könnten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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