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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Use of cellular telephones and brain tumour risk in urban and rural areas.

[Nutzung von Mobiltelefonen und das Risiko für Hirntumor in städtischen und ländlichen Regionen].

Veröffentlicht in: Occup Environ Med 2005; 62 (6): 390-394

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie wurden weitere Analysen des Datenmaterials einer schwedischen Fall-Kontroll-Studie (siehe Publikation 9105) zur Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen und dem Risiko für Hirntumor für ländliche und städtische Regionen durchgeführt.

Weitere Details

Darüber hinaus gibt es weitere Analysen des Datenmaterials aus der selben Fall-Kontroll-Studie (Publikation 9105) in den Publikationen 9520, 9361 und 12393.
Die Teilnehmer wurden in 6 Kategorien (H1 - H6) aufgrund der Bevölkerungsdichte gemäß der Einteilung des schwedischen Statistischen Amts eingeteilt. Die Gruppen H1 und H2 enthalten die größten Städte Stockholm, Göteborg und Malmö/Lund, während die Gruppe H6 mit der geringsten Dichte die Gemeinden mit weniger als 27 000 Einwohnern im Umkreis von 30 km vom Zentrum entfernt umfasst. Die Gruppen H1 - H3 werden als städtisch, die Gruppen H4 - H6 als ländlich eingestuft.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen: mittl. Anzahl + Minuten der tägl. Telefonate, Nutzung im Auto mit externer Antenne oder Freisprecheinrichtung, bevorzugtes Ohr beim Telefonieren
  • Befragung: zur Ergänzung der Angaben
  • Berechnung: Gesamtnutzungsdauer in Stunden

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 nicht exponiert
Gruppe 2 H1-H6, analog, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 3 H1-H3, analog, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 4 H4-H6, analog, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 5 H1-H6, analog, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 6 H1-H3, analog, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 7 H4-H6, analog, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 8 H1-H6, analog, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 9 H1-H3, analog, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 10 H4-H6, analog, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 11 H1-H6, digital, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 12 H1-H3, digital, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 13 H4-H6, digital, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 14 H1-H6, digital, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 15 H1-H3, digital, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 16 H4-H6, digital, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 17 H1-H6, schnurlos, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 18 H1-H3, schnurlos, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 19 H4-H6, schnurlos, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 20 H1-H6, schnurlos, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 21 H1-H3, schnurlos, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 22 H4-H6, schnurlos, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 23 H1-H6, schnurlos, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 24 H1-H3, schnurlos, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 25 H1-H6, schnurlos, > 10 Jahre Latenzzeit

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 20–80 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: Januar 1997 - Juni 2000
  • Studienort: Schweden (Uppsala/Örebro-, Stockholm-, Linköping- und Göteborg-Regionen)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Region
    • 5-Jahres-Altersgruppe
    • Fall:Kontrolle = 1:1

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 1.617 -
Anzahl kontaktiert 1.617 1.617
Teilnehmerzahl 1.429 1.470
Teilnehmerrate 88 % 91 %
Statistische Analysemethode:
  • unkonditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • sozioökonomischer Status
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde kein Einfluss des Wohnortes für analoge Mobiltelefone und Schnurlos-Telefone gefunden. Ein erhöhtes Risiko für Hirntumor wurde unter Nutzern von digitalen Mobiltelefonen in ländlichen Gegenden verglichen mit städtischen Gebieten beobachtet.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Ergebnisse sollten wegen geringer Fallzahlen mit Vorsicht interpretiert werden.

Studie gefördert durch

  • Cancer och Allergifonden (Cancer and Allergy Foundation), Sweden
  • Örebro Cancer Fund, Sweden
  • Nyckelfonden, Sweden

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