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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Pooled analysis of two case-control studies on use of cellular and cordless telephones and the risk for malignant brain tumours diagnosed in 1997-2003.

[Gepoolte Analyse zweier Fall-Kontroll-Studien zur Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlos-Telefonen und dem Risiko für bösartigen Hirntumor, diagnostiziert in den Jahren 1997 und 2003].

Veröffentlicht in: Int Arch Occup Environ Health 2006; 79 (8): 630-639

Ziel der Studie (lt. Autor)

Eine gepoolte Analyse zweier früherer Fall-Kontroll-Studien zur Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen und dem Risiko für bösartigen Hirntumor wurde in Schweden durchgeführt.

Weitere Details

Die erste Fall-Kontroll-Studie über den Zeitraum 1997-2000 wurde in den Publikationen 9520 und 9895 veröffentlicht, die zweite Studie über den Zeitraum 2000-2003 in den Publikationen 12068 und Publikation12259.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen: erstes Jahr der Nutzung, Telefontyp, durchschnittliche tägliche Nutzungsminuten über die Jahre, Nutzung im Auto mit Außenantenne oder Freisprecheinrichtung, bevorzugtes Ohr zum Telefonieren
  • Befragung: zur Ergänzung der Angaben

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 nicht exponiert
Gruppe 2 analog, Nutzung insgesamt: 1 - 1000 Stunden
Gruppe 3 analog, Nutzung insgesamt: 1001 - 2000 Stunden
Gruppe 4 analog, Nutzung insgesamt: > 2000 Stunden
Gruppe 5 digital, Nutzung insgesamt: 1 - 1000 Stunden
Gruppe 6 digital, Nutzung insgesamt: 1001 - 2000 Stunden
Gruppe 7 digital, Nutzung insgesamt: > 2000 Stunden
Gruppe 8 schnurlos, Nutzung insgesamt: 1 - 1000 Stunden
Gruppe 9 schnurlos, Nutzung insgesamt: 1001 - 2000 Stunden
Gruppe 10 schnurlos, Nutzung insgesamt: ≥ 2000 Stunden
Gruppe 11 analog > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 12 analog > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 13 analog > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 14 analog insgesamt > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 15 analog ≤ 85 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 16 analog ≤ 85 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 17 analog ≤ 85 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 18 analog ≤ 85 Stunden, insgesamt > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 19 analog > 85 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 20 analog > 85 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 21 analog > 85 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 22 analog > 85 Stunden, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 23 digital > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 24 digital > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 25 digital > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 26 digital insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 27 digital ≤ 64 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 28 digital ≤ 64 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 29 digital ≤ 64 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 30 digital ≤ 64 Stunden, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 31 digital > 64 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 32 digital > 64 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 33 digital > 64 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 34 digital > 64 Stunden, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 35 schnurlos > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 36 schnurlos > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 37 schnurlos > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 38 schnurlos insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 39 schnurlos ≤ 195 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 40 schnurlos ≤ 195 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 41 schnurlos ≤ 195 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 42 schnurlos ≤ 195 Stunden, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 43 schnurlos > 195 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 44 schnurlos > 195 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 45 schnurlos > 195 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 46 schnurlos > 195 Stunden, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 20–80 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: 1997 - 2003
  • Studienort: Schweden (Uppsala/Örebro- und Linköping-Regionen 1997-2003, Stockholm- und Gothenburg-Regionen 1997-2000)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Alter
    • Region
    • Fall:Kontrolle = 1:1

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 1.008 2.437
Teilnehmerzahl 905 2.162
Teilnehmerrate 90 % 89 %
Statistische Analysemethode:
  • unkonditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • sozioökonomischer Status
  • Diagnosejahr
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die gepoolte Analyse zeigte auf, dass die Nutzung von analogen und digitalen Mobiltelefonen sowie von Schnurlostelefonen für mehr als 10 Jahre das Risiko für bösartige Hirntumore erhöht. Das Risiko stieg mit der Gesamtzahl der Nutzungsstunden.

Studie gefördert durch

  • Cancer och Allergifonden (Cancer and Allergy Foundation), Sweden
  • Örebro Cancer Fund, Sweden
  • Nyckelfonden, Sweden
  • Cancerhjälpen (Cancerhelp), Sweden

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