Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Leukocytes and micronucleated erythrocytes in peripheral blood from mice exposed to 50 Hz or 20 kHz magnetic fields med./bio.

[Leukozyten und Erythrozyten mit Mikronuklei im peripheren Blut von Mäusen, die bei 50 Hz- oder 20 kHz-Magnetfeldern exponiert worden sind].

Veröffentlicht in: Electro Magnetobiol 1998; 17 (2): 127-143

Ziel der Studie (lt. Autor)

Diese Studie wurde durchgeführt, um zu untersuchen, ob eine Magnetfeld-Exposition bei 50 Hz oder 20 kHz Veränderungen in der Anzahl verschiedener Blutzellen bei fötalen, jungen und adulten Mäusen induzieren kann.

Hintergrund/weitere Details

Insgesamt wurden 214 Mäuse verwendet. Die Blut-Proben wurden aus dem medialen Venen-Plexus des Auges der Mäuse entnommen. Die Blutabnahmen erfolgten im Experiment 1mit der exponierten Nachkommenschaft (d.h. Expositions-Beginn schon im Uterus) 180 und 280 Tage nach der Geburt, bei den Experimenten 3-5 mit jungen männlichen oder adulten männlichen Mäusen nach der Exposition, in Experiment 2 mit adulten männlichen Ratten auch vor der Exposition.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich 24h/Tag für bis zu 280 Tage
Exposition 2: 20 kHz
Expositionsdauer: kontinuierlich 24h/Tag für 20, 30, 40 oder 60 Tage

Allgemeine Informationen

The following five experiments were done: 1) exposure to 50 Hz from day 1 post conception until day 280 of age 2) exposure to 50 Hz for 140 days from day 84 of age 3) exposure to 50 Hz or 20 kHz for 20 days, 30 days, 40 days or 60 days from day 29 of age 4) exposure to 50 Hz for 1, 2 or 4 days from day 21 of age 5) exposure to 50 Hz for 90 days from day 30 of age

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich 24h/Tag für bis zu 280 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer The mice were housed in plastic cages.
Aufbau Each rack consisted of six coil sections arranged like a Helmholtz coil. The field in the center was homogenous within +/- 5% .
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 15 µT Spitze-Spitze-Wert - - Spitze-Spitze-Wert

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 20 kHz
Typ
Signalform
  • sägezahnförmig
Expositionsdauer kontinuierlich 24h/Tag für 20, 30, 40 oder 60 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 15 µT Spitze-Spitze-Wert - - Spitze-Spitze-Wert

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die erste Blutabnahme der exponierten Nachkommenschaft im Experiment 1 zeigte einen signifikant höheren Prozentsatz an eosinophilen Leukozyten bei den 50 Hz-Magnetfeld-exponierten männlichen CBA/S-Mäusen. Die exponierten weiblichen CBA/S-Mäuse wiesen eine signifikante Verminderung polynukleärer Zellen auf. Dies spiegelte sich auch in der Gesamtzahl der Leukozyten wider. Die zweite Blutabnahme offenbarte einen signifikanten Anstieg an mononukleären Zellen und der Leukozyten-Gesamtzahl bei männlichen und weiblichen Tieren.
Im Experiment 2 mit adulten CBA/Ca-Mäusen sank signifikant die mittlere Leukozyten-Anzahl und das Verhältnis polychromatischer zu normochromatischer Erythrozyten in der Expositions-Gruppe.
Nach 30 Tagen 50 Hz-Magnetfeld-Exposition beziehungsweise 20 Tagen 20 kHz-Magnetfeld-Exposition im Experiment 3 war die Anzahl an mononukleären Zellen bei den exponierten CBA/S-Mäusen signifikant geringer als in der Kontrollgruppe.
Im Experiment 4 wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede bei den kurzzeitig mit 50 Hz-Magnetfeld-exponierten CBA/Ca-Mäusen in den untersuchten Blutzellen festgestellt.
Bei den 50 Hz-Magnetfeld Langzeit-exponierten CBA/S-Mäusen im Experiment 5 wurde eine statistisch signifikante erhöhte Anzahl an polychromatischen Erythrozyten beobachtet und eine verminderte Anzahl an polychromatischen Erythrozyten mit Mikronuklei.
Zusammengefasst zeigen diese Ergebnisse, dass die Magnetfeld-Exposition keinen konsistenten Effekt auf die Anzahl der Blutzellen hat. Es sollte eine größere Menge an Tieren untersucht werden, da die Leukozyten-Anzahl stark schwankend ist. Die Autoren fassen zusammen, dass die untersuchten Magnetfelder keine starke Wirkung auf die Leukozyten- und Erythrozyten-Bildung im Knochenmark ausüben.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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