Studientyp: Medizinische/biologische Studie (Beobachtungsstudie)

Effect of extremely low frequency magnetic field on antioxidant activity in plasma and red blood cells in spot welders. med./bio.

[Wirkung eines extrem niederfrequenten Magnetfeldes auf die antioxidative Aktivität im Plasma und in den roten Blutkörperchen bei Punktschweißern].

Veröffentlicht in: Int Arch Occup Environ Health 2009; 82 (2): 259-266

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die Studie untersuchte, wie die Exposition von extrem niederfrequenten Magnetfeldern und die antioxidative Aktivität beim Menschen zusammenhängen.

Hintergrund/weitere Details

46 männliche Punktschweißer und eine Kontrollgruppe (n=45) aus dem gleichen Unternehmen wurden untersucht (durchschnittliche Anstellungsdauer = 3,8 Jahre). Beide Gruppen waren angeglichen bzgl. demographischen Merkmalen, Arbeitsbedingungen und Ausschlusskriterien. Die Arbeiter waren 40 h/Woche (6 Tage/Woche) mit dynamischen elektromagnetischen Feldern exponiert. Zu Beginn jeder Arbeitsschicht (nach 12-stündigem Fasten) wurden Blut-Proben entnommen. Die Konzentration von Metalldampf (Störgröße) wurde gemessen, um Effekte auf die antioxidative Aktivität zu kontrollieren.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 40 h/Woche während 3,8 Jahren (Mittelwert)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 40 h/Woche während 3,8 Jahren (Mittelwert)
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • spot welding station
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 1 m
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 20 V/m Minimum gemessen - an der Brust des Arbeiters
elektrische Feldstärke 133 V/m Maximum gemessen - an der Brust des Arbeiters
magnetische Flussdichte 8,8 µT Minimum gemessen - an der Brust des Arbeiters
magnetische Flussdichte 84 µT Maximum gemessen - an der Brust des Arbeiters

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die durchschnittliche gesamte antioxidative Aktivität war höher in der Expositions-Gruppe im Vergleich zu der Kontrollgruppe; jedoch war dieser Unterschied nicht signifikant. In den roten Blutkörperchen der Expositions-Gruppe war ein signifikanter Abfall der Superoxid-Dismutase-Aktivität und der Glutathionperoxidase-Aktivität zu beobachten. Weiterhin bestanden signifikante negative Korrelationen zwischen der Magnetfeld-Intensität und der Superoxid-Dismutase-Aktivität und der Glutathionperoxidase-Aktivität. Es gab keine signifikante Korrelation zwischen der Metalldampf-Exposition und antioxidativer Aktivität.
Die Ergebnisse könnten auf eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Magnetfeld-Stärke und der antioxidativen Aktivität der Erythrozyten hindeuten, welche sogar bei empfohlenen Expositions-Werten auftreten kann. Die Ergebnisse zeigen, dass extrem niederfrequente Magnetfelder die antioxidative Aktivität der roten Blutkörperchen beeinflussen können und als oxidativer Stressor wirken können.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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