Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of gestational exposure to 1.95-GHz W-CDMA signals for IMT-2000 cellular phones: Lack of embryotoxicity and teratogenicity in rats. med./bio.

[Wirkungen der Schwangerschafts-Exposition bei 1.95 GHz W-CDMA-Signalen von IMT-2000-Mobiltelefonen: Fehlen von Embryotoxizität und Teratogenität bei Ratten].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2009; 30 (3): 205-212

Ziel der Studie (lt. Autor)

Diese Studie untersuchte, ob bei Ratten in der Gestations-Zeit durch eine Exposition bei elektromagnetischen Feldern nahe am Kopf, ähnlich wie bei Mobiltelefonen, die Embryogenese beeinflusst wird.

Hintergrund/weitere Details

Ratten reagieren im Gestations-Zeitraum von Tag 7 bis 17 am sensitivsten auf entwicklungs-bezogene toxikologische Faktoren. Schwangere Ratten (n=20 pro Gruppe) wurden während dieses Zeitraums unter vier Bedingungen untersucht: 1) hohe Exposition, 2) niedrige Exposition, 3) Kontrollgruppe, 4) Scheinexposition. Alle SAR-Werte lagen weit unter den Werten, die thermischen Stress in schwangeren Ratten oder Föten auslösen (in anderen Studien wurden teratogene Wirkungen nur gefunden, wenn die SAR-Werte hoch genug waren, um die Körpertemperatur der Mutter zu steigern). Das experimentelle Design war angelehnt an die Mobiltelefon-Nutzung von Schwangeren.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 1,95 GHz
Expositionsdauer: 90 min/Tag von Tag 7 bis 17 der Trächtigkeit

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 1,95 GHz
Typ
Expositionsdauer 90 min/Tag von Tag 7 bis 17 der Trächtigkeit
Zusatzinfo rats were treated in four groups: i) control ii) low exposure iii) high exposure iv) sham exposure
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • Monopolantenne
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 30 mm
Kammer 90 cm x 90 cm x 60 cm exposure chamber; inside walls except for the ceiling covered with electromagnetic absorbers
Aufbau rats placed in plastic tubular holders with a diameter of 6.5 cm mounted on a disk-like carrousel with a diameter of 65 cm; noses of the rats directed to the center; resonant 1/4 wavelenght monopole antenna suspended from the ceiling of the chamber
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,67 W/kg räumlicher Mittelwert berechnet Gehirn für die Gruppe mit geringer Exposition
SAR 3,1 W/kg Spitzenwert berechnet Gehirn für die Gruppe mit geringer Exposition
SAR 2 W/kg räumlicher Mittelwert berechnet Gehirn für die Gruppe mit hoher Exposition
SAR 7 W/kg Spitzenwert berechnet Gehirn für die Gruppe mit hoher Exposition
SAR 0,2 W/kg räumlicher Mittelwert berechnet Ganzkörper für die Gruppe mit hoher Exposition
SAR 1,5 W/kg räumlicher Mittelwert berechnet Gehirn für Föten der Gruppe mit hoher Exposition
SAR 0,11 W/kg räumlicher Mittelwert berechnet Ganzkörper für Föten der Gruppe mit hoher Exposition

Referenzartikel

  • Wake K et al. (2007): An Exposure System for Long-Term and Large-Scale Animal Bioassay of 1.5-GHz Digital Cellular Phones.
  • Shirai T et al. (2007): Lack of promoting effects of chronic exposure to 1.95-GHz W-CDMA signals for IMT-2000 cellular system on development of N-ethylnitrosourea-induced central nervous system tumors in F344 rats.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In allen Gruppen gab es keine Unterschiede in der mütterlichen Zunahme im Körpergewicht. Es ergab sich keine nachteilige Wirkung der Exposition bei elektromagnetischen Feldern auf die untersuchten reproduktiven und embryo-toxischen Parameter.
Es konnten keine eindeutigen abträglichen Wirkungen von mütterlicher elektromagnetischer Exposition im Kopf-Bereich auf die Embryogenese gezeigt werden.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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