Leider müssen wir die Neuaufnahme von Artikeln aus dem Hochfrequenzbereich inkl. von Artikeln, die sich mit Mobilfunk beschäftigen, aufgrund mangelnder finanzieller Ressourcen ab sofort (27. November 2017) einstellen. Wir bedauern dies und hoffen, in Zukunft eine Lösung zu finden.
Home
Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Epidemiological evidence for an association between use of wireless phones and tumor diseases.

[Epidemiologische Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Nutzung von Schnurlos-Telefonen und Tumor-Erkrankungen].

Veröffentlicht in: Pathophysiology 2009; 16 (2-3): 113-122

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der mögliche Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und Hirntumor sowie anderen Tumor-Arten in einer Meta-Analyse untersucht. Dies ist ein Update einer kürzlich publizierten Meta-Analyse (Hardell et al. 2008).

Weitere Details

Folgende Studien wurden einbezogen: Inskip et al. 2001, Auvinen et al. 2002, Lönn et al. 2004, Christensen et al. 2004, Hardell et al. 2004, Hardell et al. 2004, Hardell et al. 2005, Schoemaker et al. 2005, Lönn et al. 2005, Christensen et al. 2005, Hepworth et al. 2006, Schüz et al. 2006, Lönn et al. 2006, Hardell et al. 2006, Takebayashi et al. 2006, Lahkola et al. 2007, Hours et al. 2007, Schlehofer et al. 2007, Klaeboe et al. 2007, Sadetzki et al. 2008, Takebayashi et al. 2008 und Lahkola et al. 2008.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 nicht exponiert
Gruppe 2 regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung
Gruppe 3 regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: > 10 Jahre
Gruppe 4 ipsilaterale regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: > 10 Jahre
Gruppe 5 kontralaterale regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: > 10 Jahre

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Studienort: Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, USA, Japan
Statistische Analysemethode:
  • Fixed-Effects-Modell

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde insgesamt kein erhöhtes Risiko für Gliom im Zusammenhang mit Mobiltelefon-Nutzung gefunden. Jedoch wurde ein signifikant erhöhtes Risiko für Gliom bei Latenzzeit von 10 Jahren beobachtet (OR 1,2; KI 1,1-1,6), das bei ipsilaterale Nutzung höher lag (OR 1,9; KI 1,4-2,4). Für Akustikusneurinom wurde insgesamt kein erhöhtes Risiko in der Verbindung mit Mobiltelefon-Nutzung gefunden. Allerdings wurde ein signifikant erhöhtes Risiko für Akustikusneurinom beobachtet, wenn ein Mobiltelefon mehr als 10 Jahre ipsilateral genutzt wurde. Es wurde kein erhöhtes Risiko für Meningiom gefunden. Für Speicheldrüsen-Tumor, Non-Hodgkin-Lymphom und Hodentumor wurde kein konsistenter Zusammenhang beobachtet. Die Studienergebnisse zu malignem Melanom des Auges und im Schädelbein gelegenem Gesichtsnerv-Tumor sind aufgrund methodischer Mängel nur eingeschränkt zu verwenden.
Die Autoren schlussfolgerten, dass ein erhöhtes Risiko für Gliom und Akustikusneurinom nach mehr als 10-jähriger Mobiltelefon-Nutzung konsistent aufgezeigt wurde.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Ergebnisse beruhen auf einer geringen Anzahl von Langzeit-Nutzern.

Studie gefördert durch

  • Cancer och Allergifonden (Cancer and Allergy Foundation), Sweden
  • Örebro Cancer Fund, Sweden

Themenverwandte Artikel