Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mobile and cordless telephones, serum transthyretin and the blood-cerebrospinal fluid barrier: a cross-sectional study. epidem.

[Mobiltelefone und Schnurlos-Telefone. Serum-Transthyretin und die Blut-Liquor-Schranke: eine Querschnittsstudie].

Veröffentlicht in: Environ Health 2009; 8 (1): 19-1-19-12

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Querschnittsstudie in Schweden sollte untersucht werden, ob Lang- und/oder Kurzzeit-Nutzung von Mobiltelefonen und DECT-Telefonen mit einer veränderten Konzentration des Proteins Transthyretin im Serum zusammenhängt.

Weitere Details

Das Protein Transthyretin diente als Marker für Veränderungen der Blut-Liquor-Schranke. Es wurde dieselbe Studienpopulation wie in Publikation 16510 verwendet. Die Teilnehmer wurden gebeten, einen Fragebogen zu beantworten und eine Blutprobe abzugeben.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Gruppe 1 Nutzung von Mobiltelefon und DECT-Telefon
Gruppe 2 Nutzung eines Mobiltelefons
Gruppe 3 Nutzung eines analogen Mobiltelefons
Gruppe 4 Nutzung eines digitalen Mobiltelefons
Gruppe 5 Nutzung eines UMTS-Mobiltelefons
Gruppe 6 Nutzung eines DECT-Telefons
Gruppe 7 gesamte Nutzungsdauer von Mobiltelefon und DECT-Telefon in Stunden
Gruppe 8 Jahre seit erster Nutzung eines Mobiltelefons und DECT-Telefons
Gruppe 9 Nutzungszeit eines Mobiltelefons in Minuten am Tag der Blutabnahme
Gruppe 10 Nutzungszeit eines DECT-Telefons in Minuten am Tag der Blutabnahme
Gruppe 11 Zeit in Minuten von der letzten Nutzung eines Mobil- oder DECT-Telefons bis zur Blutabnahme

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 1.000
Teilnehmerzahl 314
Teilnehmerrate 31 %
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die logistische Regressions-Analyse von Serum-Transthyretin bei Mobiltelefon- und DECT-Telefon-Nutzung zeigte erhöhte Odds Ratios auf, die nicht statistisch signifikant waren (OR 1,2; KI 0,6-2,4). Die lineare Regressions-Analyse der Zeit seit der ersten Nutzung ergab signifikante Ergebnisse für Männer, die ein analoges Mobiltelefon oder Mobiltelefon und DECT-Telefon zusammen nutzten, jedoch nicht für Frauen. Bei kurzfristiger Nutzung wurden um so höhere Serum-Transthyretin-Konzentrationen bei Frauen beobachtet, je eher nach dem letzten Telefonat Blut entnommen wurde.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Aussagekraft dieser Studie ist eingeschränkt aufgrund der geringen Teilnahmerate und der Expositions-Abschätzung mittels Fragebogen. Serum-Transthyretin ist ein Marker für ausreichende Protein-Ernährung, von daher kann Mangelernährung das Ergebnis verzerren. Der Transthyretin-Gehalt wird idealerweise in der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit bestimmt, dies konnte aus ethischen Gründen nicht durchgeführt werden.

Studie gefördert durch

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