Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Whole body exposure with GSM 900MHz affects spatial memory in mice. med./bio.

[Ganzkörper-Exposition mit GSM 900 MHz beeinflusst das räumliche Gedächtnis bei Mäusen].

Veröffentlicht in: Pathophysiology 2010; 17 (3): 179-187

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Handy-Exposition auf das räumliche Lernverhalten und das Gedächtnis von Mäusen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

24 Mäuse wurden in eine Expositions-Gruppe und eine Schein-Expositions-Gruppe aufgeteilt (jeweils n=12). Die Mäuse wurden darauf trainiert, an vier aufeinanderfolgenden täglichen Sessions eine untergetauchte Rettungs-Plattform zu finden, die sich an einer fixierten Stelle befand (siehe Morris-Wasserlabyrinth). Jede Session bestand aus vier Durchgängen (mit vier unterschiedlichen Start-Positionen). Jeder Durchgang dauerte maximal 60 Sekunden und am Ende eines jeden Durchgangs konnten die Tiere für 20 Sekunden auf der Plattform bleiben. Anschließend wurden sie für eine Pause von 15 Minuten in ihre Käfige zurückgebracht, bevor der nächste Durchgang begann. Die Exposition oder Schein-Exposition wurde während der Intervalle zwischen den Durchgängen fortgesetzt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 1 h 55 Min. während der ersten 3 Tage (1 h vor dem ersten Durchgang, 3 x 15 Min. zwischen den Durchgängen, 10 Min. nach dem letzten Durchgang); 3 h 45 Min. am 4. Tag (1 h vor dem ersten Durchgang, 3 x 15 Min. zwischen den Durchgängen, 2 h vor dem Test)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Charakteristik
Expositionsdauer 1 h 55 Min. während der ersten 3 Tage (1 h vor dem ersten Durchgang, 3 x 15 Min. zwischen den Durchgängen, 10 Min. nach dem letzten Durchgang); 3 h 45 Min. am 4. Tag (1 h vor dem ersten Durchgang, 3 x 15 Min. zwischen den Durchgängen, 2 h vor dem Test)
Modulation
Modulationsart gepulst
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau mobile phone handset placed under the 267 mm x 207 mm x 140 mm Plexiglas cage
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 23 V/m Minimum gemessen - innerhalb der Käfige
elektrische Feldstärke 36 V/m Maximum gemessen - innerhalb der Käfige
Leistungsflussdichte 0,05 mW/cm² Minimum gemessen - innerhalb der Käfige
Leistungsflussdichte 0,2 mW/cm² Maximum gemessen - innerhalb der Käfige
SAR 0,41 W/kg Minimum berechnet Ganzkörper -
SAR 0,98 W/kg Maximum berechnet Ganzkörper -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Daten deckten auf, dass die exponierten Tiere während der Lern-Sessions ein Defizit bei der Übertragung der erworbenen räumlichen Information über die Trainings-Tage haben (d.h. an den Trainingstagen 2-4 benötigten sie im ersten Durchgang, im Vergleich zu den schein-exponierten Tieren, eine erhöhte Latenzzeit zur Rettung auf die Plattform und legten eine erhöhte Schwimm-Distanz zurück). Darüber hinaus zeigten die schein-exponierten Tiere während der eigentlichen Gedächtnis-Prüfaufgabe (d.h. bei Fehlen der Plattform) die erwartete Bevorzugung des Ziel-Bereichs, wohingegen die exponierten Tiere keine Präferenz zeigten, was darauf hindeutet, dass die exponierten Mäuse Defizite bei der Gedächtniskonsolidierung und/oder dem Wiederabruf der gelernten räumlichen Information hatten.
Die Ergebnisse zeigten, dass eine Exposition von Mäusen bei elektromagnetischen Feldern, die durch ein Handy ausgesendet werden, bei SAR-Werten innerhalb der ICNIRP-Richtlinien, das räumliche Lernen und die Gedächtnis-Funktion von Balb/c-Mäusen beeinflusst.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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