Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

2-GHz band CW and W-CDMA modulated radiofrequency fields have no significant effect on cell proliferation and gene expression profile in human cells. med./bio.

[2 GHz-Band CW und W-CDMA modulierte Hochfrequenz-Felder haben keine signifikante Wirkung auf die Zellproliferation und Genexpressions-Profile in menschlichen Zellen].

Veröffentlicht in: J Radiat Res 2010; 51 (3): 277-284

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Veränderungen in der Zellproliferation und in den Genexpressions-Profilen in drei menschlichen Zelllinien nach Exposition bei 2.1425 GHz kontinuierliche Welle (CW)- und W-CDMA-Hochfrequenz-Feldern von Mobilfunk-Basisstationen bei drei spezifischen Absorptionsraten untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Hitzeschock-Behandlung wurde als Positivkontrolle genutzt (24, 48 oder 72 h bei 39°C oder 41°C).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,1425 GHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 h bis zu 96 h
Exposition 2: 2,1425 GHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 h bis zu 96 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,1425 GHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 24 h bis zu 96 h
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau horn antenna, a dielectric lens and the culture case placed in an anechoic chamber
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 80 mW/kg - berechnet - entspricht dem ICNIRP Grenzwert
SAR 250 mW/kg - berechnet - -
SAR 800 mW/kg - berechnet - -
SAR 175 mW/kg Mittelwert berechnet - am Boden der Schalen, wenn 49 Schalen benutzt werden
SAR 139 mW/kg Mittelwert berechnet - am Boden der Schalen, wenn 25 Schalen benutzt werden

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,1425 GHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 24 h bis zu 96 h
Zusatzinfo W-CDMA
Zusatzinfo correspondends to the middle frequency of the IMT-2000 downlink channel
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 80 mW/kg - berechnet - entspricht dem ICNIRP Grenzwert
SAR 250 mW/kg - berechnet - -
SAR 800 mW/kg - berechnet - -
SAR 175 mW/kg Mittelwert berechnet - am Boden der Schalen, wenn 49 Schalen benutzt werden
SAR 139 mW/kg Mittelwert berechnet - am Boden der Schalen, wenn 25 Schalen benutzt werden

Referenzartikel

  • Hirose H et al. (2008): Mobile phone base station radiation does not affect neoplastic transformation in BALB/3T3 cells.
  • Hirose H et al. (2007): Mobile phone base station-emitted radiation does not induce phosphorylation of Hsp27.
  • Hirose H et al. (2006): Phosphorylation and gene expression of p53 are not affected in human cells exposed to 2.1425 GHz band CW or W-CDMA modulated radiation allocated to mobile radio base stations.
  • Sakuma N et al. (2006): DNA strand breaks are not induced in human cells exposed to 2.1425 GHz band CW and W-CDMA modulated radiofrequency fields allocated to mobile radio base stations.
  • Iyama T et al. (2004): Large scale in vitro experiment system for 2 GHz exposure.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurden keine signifikanten Unterschiede im Zellwachstum oder in der Zelllebensfähigkeit zwischen den exponierten Gruppen (W-CDMA- oder CW-Befeldung) und den schein-exponierten Negativkontrollen gefunden.
Nur eine sehr kleine Anzahl (< 1%) der 16.000 bis 19.000 verfügbaren Gene wiesen eine veränderte Expression in jedem Experiment auf (für weitere Details siehe Volltext, Link oben).
Die Ergebnisse bestätigen, dass eine schwache Exposition bei 2.1425 GHz CW- und W-CDMA-Hochfrequenz-Feldern für bis zu 96 Stunden nicht als Zellgift wirkt, weder bei der Zellproliferation noch bei den Genexpressions-Profilen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es unwahrscheinlich ist, dass eine Hochfrequenz-Exposition bis zum Grenzwert für durchschnittliche Ganzkörper-SAR-Werte, wie in den ICNIRP-Richtlinien spezifiziert, eine allgemeine Stress-Reaktion in den getesteten Zelllinien unter diesen Bedingungen auslöst.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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