Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of GSM signals during exposure to event related potentials (ERPs). med./bio.

[Wirkungen von GSM-Signalen während der Exposition bei ereigniskorrelierten Potenziale (ERP)].

Veröffentlicht in: Int J Occup Med Environ Health 2010; 23 (2): 191-199

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wirkung elektromagnetischer Felder von einem GSM-Mobilfunk-System auf die menschliche Hirn-Funktion untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es nahmen 15 Testpersonen teil (7 Männer, 8 Frauen) und jede Testperson wurde unter Expositions- und Schein-Expositions-Bedingung untersucht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 935 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 20 Min.

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 935 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 20 Min.
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer darkened soundproof chamber
Aufbau mobile phone fixed with a plastic holder in a position typical for receiving phone calls and was connected to an external microprocessor; the call was simulated by directly wiring the phone to a tape-recorder which played a pre-recorded voice message
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 0,01 W/m² Minimum gemessen - -
Leistungsflussdichte 100 W/m² Maximum gemessen - -
Leistungsflussdichte 0,052 W/m² Mittelwert gemessen - -
SAR 0,81 W/kg - - - Herstellerangabe

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse deckten während und nach der Exposition bei den elektromagnetischen 935 MHz-Feldern im Vergleich zu den entsprechenden Vor-Expositions-Werten weder statistisch signifikante Veränderungen in den Latenzen der N100-, N200-, P200-Wellen auf (die der P300-Welle vorangehen) noch in der Latenz der P300-Welle selbst. Die durchschnittlichen Werte dieser Wellen in der Schein-Expositions-Messreihe unterschieden sich ebenfalls nicht von den ursprünglichen Werten.
Auf der anderen Seite zeigte die statistische Analyse eine statistisch signifikante Wirkung auf die P300-Amplitude. Unter tatsächlichen Expositions-Bedingungen war die P300-Amplitude während der Exposition geringer (im Vergleich zur Schein-Exposition). Anschließend kehrte die Amplitude auf den Wert vor der Exposition zurück.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Exposition bei den elektromagnetischen GSM-Feldern Wirkungen auf das Zentralnervensystem ausübt, einschließlich der akustisch evozierten Potenziale.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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