Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Exposure to electrical contact currents and the risk of childhood leukemia. epidem.

[Exposition bei elektrischen Kontaktströmen und das Risiko für Kinderleukämie].

Veröffentlicht in: Radiat Res 2011; 175 (3): 390-396

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Fall-Kontrollstudie in den USA durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen der Exposition bei elektrischen Kontaktströmen und dem Risiko für Kinderleukämie zu untersuchen. Außerdem sollte die Beziehung zwischen Kontaktströmen im Haus und Magnetfeldern erforscht werden.

Weitere Details

Die Hypothese, ob die Exposition bei Kontaktströmen ein Confounder in den publizierten Zusammenhängen zwischen Magnetfeldern und Kinderleukämie sein kann, sollte getestet werden. Kontaktströme treten auf, wenn eine Person leitfähige Oberflächen mit unterschiedlichen Potentialen berührt und einen Kreis schließt, durch den der elektrische Strom durch den Körper fließt. Die Spannung an einer häuslichen Wasserleitung kann Kontaktströme bei einem kleinen Kind hervorrufen, wenn es beim Baden eine Metallhalterung berührt und der Abfluss aus leitfähigem Material ist.
Die Exposition bei Kontaktströmen und Magnetfeldern wurde durch 30-minütige Messungen im Innenraum und Außenbereich der Wohnungen der Kinder festgestellt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Kontaktspannung im Innenraum: Quartile 1-2 (0,00 - 0,25 mV)
Gruppe 2 Kontaktspannung im Innenraum: Quartil 3 (0,25 - 1,50 mV)
Gruppe 3 Kontaktspannung im Innenraum: Quartil 4 (≥ 1,50 mV)
Referenzgruppe 4 Kontaktspannung im Innenraum: nicht exponiert (90. Perzentil, < 10,5 mV)
Gruppe 5 Kontaktspannung im Innenraum: exponiert (≥ 10,5 mV)
Referenzgruppe 6 Kontaktspannung im Außenbereich: Quartil 1 (0,00 - 35,8 mV)
Gruppe 7 Kontaktspannung im Außenbereich: Quartil 2 (35,8 - 89,7 mV)
Gruppe 8 Kontaktspannung im Außenbereich: Quartil 3 (89,7 - 166,8 mV)
Gruppe 9 Kontaktspannung im Außenbereich: Quartil 4 (≥ 166,8 mV)
Referenzgruppe 10 Kontaktspannung im Außenbereich: nicht exponiert (90. Perzentil, < 291,2 mV)
Gruppe 11 Kontaktspannung im Außenbereich: exponiert (≥ 291,2 mV)
Referenzgruppe 12 Magnetfeld-Exposition im Innenraum: Quartil 1 (0,00 - 0,01 µT)
Gruppe 13 Magnetfeld-Exposition im Innenraum: Quartil 2 (0,01 - 0,02 µT)
Gruppe 14 Magnetfeld-Exposition im Innenraum: Quartil 3 (0,02 - 0,05 µT)
Gruppe 15 Magnetfeld-Exposition im Innenraum: Quartil 4 (≥ 0,05 µT)
Referenzgruppe 16 Magnetfeld-Exposition im Innenraum: nicht exponiert (90. Perzentil, < 0,09 µT)
Gruppe 17 Magnetfeld-Exposition im Innenraum: exponiert (≥ 0,09 µT)
Referenzgruppe 18 Magnetfeld-Exposition im Innenraum, im Voraus festgelegter Cutpoint: ≤ 0,10 µT
Gruppe 19 Magnetfeld-Exposition im Innenraum, im Voraus festgelegter Cutpoint: > 0,10 - ≤ 0,20 µT
Gruppe 20 Magnetfeld-Exposition im Innenraum, im Voraus festgelegter Cutpoint: > 0,20 - ≤ 0,30 µT
Gruppe 21 Magnetfeld-Exposition im Innenraum, im Voraus festgelegter Cutpoint: > 0,30 µT

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Teilnehmerzahl 245 269
Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurden keine statistisch signifikanten Zusammenhänge zwischen Kinderleukämie und den Kontaktspannungen im Innenraum und Außenbereich sowie den Innenraum-Magnetfeldern beobachet. Die Kontaktspannung korrelierte schwach mit dem Magnetfeld (Korrelations-Koeffizienten r = 0,10 (p = 0,02) für Innenraum, r= 0,15 (p = 0,001) für den Außenbereich).
Die Autoren folgerten, dass in dieser kalifornischen Studienpopulation kein Hinweis für einen Zusammenhang zwischen Kinderleukämie und der Exposition bei Kontaktströmen oder Magnetfeldern gefunden wurde. Eine schwache Korrelation zwischen den Kontaktströmen und den Magnetfeldern wurde beobachtet.

Studie gefördert durch

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