Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Individual differences in the effects of mobile phone exposure on human sleep: Rethinking the problem. med./bio.

[Individuelle Unterschiede in den Auswirkungen von Handy-Exposition auf den menschlichen Schlaf: Überdenken des Problems].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2012; 33 (1): 86-93

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten frühere Ergebnisse einer Erhöhung der EEG-Leistung im 11,5-12,25 Hz-Frequenz-Bereich wiederholt werden sowie bestimmt werden, ob Handy-Emissionen unterschiedliche Wirkungen auf das Schlaf-EEG und die Schlaf-Qualität unterschiedlicher Individuen haben, indem eine Untergruppe von Teilnehmern einer früheren Studie (Loughran et al. 2005) erneut getestet wurden.

Hintergrund/weitere Details

20 gesunde Freiwillige (7 Männer, 13 Frauen), die Teilnehmer in der früheren Studie waren, wurden erneut getestet und unterzogen sich einer Adaptations-Nacht, gefolgt von zwei experimentellen Nächten, in denen sie zufällig bei zwei Bedingungen (tatsächliche Exposition und Schein-Exposition) exponiert wurden, gefolgt von einem Schlaf-Abschnitt einer gesamten Nacht. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen geteilt, basierend auf den Ergebnissen des vorherigen Experiments: "Erhöher"-Gruppe und "Verminderer"-Gruppe gemäß des Anstiegs/Abfalls der spektralen Leistung im 11,5-12,25 Hz-Frequenz-Bereich während des Nicht-REM-Schlafs.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 894,6 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 30 min

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 894,6 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 30 min
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 576 ms
Tastgrad 12,5 %
Folgefrequenz 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • Nokia 6110 GSM handset
Aufbau mobile phone attached to an adjustable head cradle which was worn by the test person during exposure; phone positioned over the right temporal region and adjusted towards the corner of the mouth, comparable to normal use; ear plug placed in the test person's right ear; audio circuits of the phone disconnected, a padding placed between the handset and its cover, and phone set to send with maximum power
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,11 W/kg Mittelwert über Masse gemessen 10 g -
SAR 0,674 W/kg Spitzenwert berechnet 10 g -
Leistung 2 W Spitzenwert - - -
Leistung 0,25 W Mittelwert - - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurde keine signifikante Veränderung bei der Leistung in den Frequenz-Bereichen von 12,25-13,5 Hz und 13,5-14 Hz zwischen einer tatsächlichen Exposition und einer Schein-Exposition beobachtet, weder insgesamt noch zwischen der "Erhöher"-Gruppe und "Verminderer"-Gruppe. Es wurde keine signifikante Veränderung zwischen der aktiven Exposition und der Schein-Exposition für die Parameter Schlaf-Latenzzeit, REM-Schlaf-Latenz, Schlaf-Dauer, Schlaf-Effizienz, Anzahl der Erweckungen und der Punktzahl der Karolinska Sleepiness Scale gefunden.
Allerdings war die spektrale EEG-Leistung im Frequenz-Bereich 11,5-12,25 Hz in den ersten 30 Minuten des Nicht-REM-Schlafs nach der aktiven Exposition erhöht. Dieser Anstieg war bei den Teilnehmern ausgeprägter, die in der Originalstudie einen Anstieg zeigten ("Erhöher"-Gruppe). Die Daten bestätigen die früheren Ergebnisse der Handy-ähnlichen Emissionen, die das EEG während des Nicht-REM-Schlafs beeinflussten (siehe oben). Bedeutenderweise war diese schwache Wirkung ebenfalls empfindlich gegenüber der individuellen Variabilität. Darüber hinaus deutet dies darauf hin, dass frühere negative Ergebnisse keine starke Evidenz für das Fehlen einer Wirkung sind, und, die weitreichenden Bedeutungen der Mobilfunk-Forschung betrachtend, kommen die Autoren zu dem Schluss, dass es notwendig ist, die Deutungen von Ergebnissen zu überdenken sowie die Art und Weise, wie die Forschung auf diesem Feld durchgeführt wird.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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