Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Protective effects of melatonin against oxidative injury in rat testis induced by wireless (2.45 GHz) devices. med./bio.

[Schützende Wirkung von Melatonin vor oxidativer Schädigung im Ratten-Hoden, die durch drahtlose Geräte (2,45 GHz) ausgelöst wurde].

Veröffentlicht in: Andrologia 2014; 46 (1): 65-72

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wirkung einer Exposition bei einem 2,45 GHz elektromagnetischen Feld auf oxidativen Stress in Ratten-Hoden sowie die eventuell schützende Wirkung von Melatonin untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Ratten wurden in vier Gruppen unterteilt (n=8 pro Gruppe): 1.) Käfigkontrolle, 2.) Schein-Exposition + Salzlösung, 3.) Exposition und 4.) Exposition + Melatonin (10 mg/kg pro Tag). Nach 30 Tagen Exposition wurden die Ratten getötet und die Hoden entnommen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,45 GHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 h/Tag an 30 Tagen

Allgemeine Informationen

Rats were treated in the following four groups: i) cage control ii) sham exposure iii) EMF exposure iv) EMF exposure + 10 mg/kg per day melatonin administration

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 h/Tag an 30 Tagen
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • half-wave dipole or monopole (varying indications within the text; remark EMF-Portal)
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 1 m
Aufbau 15 cm long cylindrical constrainers with a diameter of 5 cm, holding one rat each, positioned radially on a plexiglass ground plate with the antenna in the center; 8 rats (Figure shows 6 rats (?)) placed with their noses near the antenna (distance between testis of the rat and antenna nearly 1 m (?!); exposure system kept in a Faraday cage
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 11 V/m - gemessen - -
Leistungsflussdichte 1 mW/m² - - - -
SAR 0,1 W/kg - berechnet Ganzkörper -

Referenzartikel

  • Gumral N et al. (2009): Effects of Selenium and L-Carnitine on Oxidative Stress in Blood of Rat Induced by 2.45-GHz Radiation from Wireless Devices.
  • Naziroglu M et al. (2009): Modulator effects of L-carnitine and selenium on wireless devices (2.45 GHz)-induced oxidative stress and electroencephalography records in brain of rat.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Zwischen den Gruppen wurde kein signifikanter Unterschied im Gewicht der Hoden gefunden.
Die Werte für die Lipidperoxidation waren in der exponierten Gruppe signifikant höher als in der Käfigkontrolle und der Schein-Expositions-Gruppe. Allerdings fanden sich bei den exponierten Tieren mit Melatonin im Vergleich zu den exponierten Tieren ohne Melatonin signifikant niedrigere Werte für die Lipidperoxidation.
In der exponierten Gruppe ohne Melatonin war der Gehalt an Glutathion verglichen mit den Kontrollgruppen signifikant erniedrigt. Die Enzymaktivität der Glutathionperoxidase war in der exponierten Gruppe mit Melatonin-Behandlung im Vergleich zur exponierten Gruppe ohne Melatonin und den Kontrollgruppen signifikant erhöht.
In beiden Expositions-Gruppen wurden im Vergleich zu den Kontrollgruppen signifikant geringere Gehalte an Vitamin A und signifikant höhere Werte für Vitamin E gefunden. Darüber hinaus war der Gehalt an Vitamin E in der mit Melatonin behandelten Expositions-Gruppe signifikant höher als in der Expositions-Gruppe ohne Melatonin-Gabe.
Zwischen den Gruppen wurden keine Unterschiede im Vitamin C-Gehalt und im Beta-Carotin-Gehalt festgestellt.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition bei einem elektromagnetischen Feld oxidative Schäden in Ratten-Hoden hervorrufen könnte. Eine Melatonin-Gabe könnte diese oxidativen Schäden verhindern und das antioxidative System unterstützen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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