Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Occupational exposure to extremely low-frequency magnetic fields and neurodegenerative disease: a meta-analysis. epidem.

[Berufliche Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und neurodegenerative Erkrankung: eine Meta-Analyse].

Veröffentlicht in: J Occup Environ Med 2013; 55 (2): 135-146

Ziel der Studie (lt. Autor)

Der Zusammenhang zwischen der beruflichen Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und dem Auftreten von neurodegenerativen Erkrankungen wurde in einer Meta-Analyse untersucht, die auf 42 Publikationen beruht. Die berufliche Exposition bei Magnetfeldern wurde durch verschiedene Methoden abgeschätzt: tatsächliche Magnetfeld-Messungen, Zuordnung der Exposition aufgrund einer Beurteilung durch einen Experten, die Verwendung einer Job-Exposure-Matrix oder nur Berufsbezeichnungen, bei denen eine Magnetfeld-Exposition aufgetreten sein könnte.

Weitere Details

Folgende Studien wurden eingeschlossen: Andel et al (2010), Davanipour et al (2007), Davanipour et al (1997), Deapen and Henderson (1986), Fang et al (2009), Feychting et al (1998), Feychting et al (2003), Graves et al (1999), Gunnarson et al (1992), Gunnarsson et al (1991), Hakansson et al (2003), Harmanci et al (2003), Johansen (2000), Johansen (1999), Noonan et al (2002), Park et al (2005), Parlett et al (2011), Qiu et al (2004), Röösli et al (2007), Savitz et al (1998), Savitz et al (1998), Schulte et al (1996), Seidler et al (2007), Sobel et al (1996), Sobel et al (1995), Sorahan and Kheifets (2007), Strickland et al (1996) und Weisskopf et al (2005). Es wurden 14 weitere Studien berücksichtigt, in denen die Berufsbezeichnung ohne explixite Nennung von elektromagnetischen Feldern angegeben war, deshalb sind diese Studien nicht im EMF-Portal enthalten.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Population

Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde ein schwacher Zusammenhang zwischen den Indikatoren für die berufliche Magnetfeld-Exposition und sowohl Motoneuron-Erkrankung als auch Alzheimer-Krankheit beobachtet. Kein Zusammenhang wurde zwischen der Magnetfeld-Exposition und anderen neurodegenerativen Erkrankungen, wie z.B. Demenz, Multiple Sklerose und Parkinson-Krankheit gefunden. Das Risiko für Motoneuron-Erkrankung stand im Zusammenhang mit dem Indikator Berufsbezeichnungen, das Risiko für Alzheimer-Krankheit hingegen mit geschätzten Magnetfeld-Stärken. Die Ergebnisse variierten mit dem Studiendesign (z.B. Risiko-Parameter Inzidenz, Prävalenz oder Mortalität, Methode zur Expositionsabschätzung), dabei unterschiedlich bei den verschiedenen Krankheiten.
Die Autoren schlussfolgern, dass durch die Ergebnisse nicht die Magnetfeld-Exposition als Erklärung für die beobachteten Zusammenhänge zwischen Berufsbezeichnungen und der Motoneuron-Erkrankung gestützt wird. Die Fehldiagnose der Krankheit, vor allem bei der Alzheimer-Krankheit, und ungenaue Expositions-Abschätzung betrafen die meisten Studien.

Studie gefördert durch

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