Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mental health status of employees in substations of electromagnetic fields at extremely low frequency in Tehran. epidem.

[Seelischer Gesundheitszustand bei Arbeitern in Umspannwerken mit extrem niederfrequenten elekktromagnetischen Feldern in Teheran].

Veröffentlicht in: Iranian J Environ Health Sci Eng 2006; 3 (3): 217-221

Ziel der Studie (lt. Autor)

Im Iran wurde eine Studie durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen beruflicher Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern in Umspannwerken und dem seelischen Gesundheits-Zustand zu untersuchen.

Weitere Details

Die Teilnehmer wurden gebeten, einen Fragebogen der Symptom-Checkliste SCL-90-R zur Einschätzung des seelischen Gesundheits-Zustands auszufüllen. Der Fragebogen enthält 90 Fragen zu den Bereichen Somatisierung, Zwanghaftigkeit, Unsicherheit im Sozialkontakt, Depressivität, Ängstlichkeit, Aggressivität/Feindseligkeit, phobische Angst, paranoides Denken und Psychotizismus. Die Bewertung basiert auf einer 5-Punkte-Skala zur Beurteilung des seelischen Gesundheits-Zustands während der vergangenen Woche. Die Auswertung und Interpretation der Ergebnisse werden mit Hilfe von drei globalen Kennwerten erstellt: die grundsätzliche psychische Belastung (Global Severity Index, GSI), die allgemeine Intensität der Symptome (Positive Symptom Distress Index, PSDI) und die Anzahl der Symptome, bei denen eine Belastung vorliegt (Positive Symptom Total, PST).

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Angestellte in Umspannwerken, die in der Verwaltung ohne Exposition bei elektromagnetischen Feldern arbeiten
Gruppe 2 Angestellte in Umspannwerken, die bei elektromagnetischen Feldern exponiert sind

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Teilnehmerzahl 101 101
Anzahl auswertbar 99 98

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurden statistisch signifikante Unterschiede bei der grundsätzlichen psychischen Belastung (GSI) und der Anzahl der Symptome, bei denen eine Belastung vorliegt (PST), zwischen der Fall-Gruppe und der Kontroll-Gruppe festgestellt. Bei der allgemeinen Intensität der Symptome (PSDI) wurde kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen gefunden. Bei den Fällen wurden auch in allen Bereichen höhere Werte im Vergleich zur Kontrollgruppe beobachtet. Statistisch signifikante Unterschiede wurden für die Bereiche der Somatisierung, Depressivität, Ängstlichkeit, Aggressivität/Feindseligkeit und phobische Angst gefunden. Es wurde keine Korrelation zwischen Alter, Familienstand und Schichtarbeit bei der grundsätzlichen psychischen Belastung (GSI) beobachtet.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine berufliche Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern in Umspannwerken zur Entwicklung von seelischen Störungen führen kann. Jedoch müssen die Ergebnisse durch kontrollierte Studien bestätigt werden.

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