Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Association between vestibular schwannomas and mobile phone use. epidem.

[Zusammenhang zwischen Akustikusneurinom und Mobiltelefon-Nutzung].

Veröffentlicht in: Tumour Biol 2014; 35 (1): 581-587

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen Akustikusneurinom und Mobiltelefon-Nutzung in einer Fall-Kontroll-Studie und einer Case-Case-Analyse in Südkorea untersucht.

Weitere Details

Regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung wurde als mindestens ein Anruf pro Woche während der vergangenen 6 Monate definiert.
In der Case-Case-Analyse wurden die Lokalisation und das Tumorvolumen mit Hilfe von MRT und einer dreidimensionalen Volumenberechnung bestimmt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Gruppe 1 Mobiltelefon-Nutzung ≤ 10 Jahre: Kurzzeit-Nutzung
Gruppe 2 Mobiltelefon-Nutzung > 10 Jahre: Langzeit-Nutzung
Gruppe 3 tägliche Mobiltelefon-Nutzung ≤ 20 Minuten: seltene tägliche Nutzung
Gruppe 4 tägliche Mobiltelefon-Nutzung > 20 Minuten: starke tägliche Nutzung
Gruppe 5 kumulative Mobiltelefon-Nutzung ≤ 2.000 Stunden: kumulative seltene Nutzung
Gruppe 6 kumulative Mobiltelefon-Nutzung > 2.000 Stunden: kumulative starke Nutzung
Gruppe 7 bei mehr als 75% der Telefonate bevorzugtes Ohr auf derselben Seite wie der Tumor: ipsilateral
Gruppe 8 bei mehr als 75% der Telefonate bevorzugtes Ohr auf gegenüberliegenden Seite wie der Tumor: kontralateral

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 207 -
Anzahl kontaktiert 134 -
Teilnehmerzahl 119 238
Teilnehmerrate 89 % -
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die Ergebnisse der Fall-Kontroll-Studie zeigten keinen Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und Akustikusneurinom (OR 0,956; KI 0,906-1,009).
In der Case-Case-Analyse war das durchschnittliche Tumor-Volumen bei den regelmäßigen Mobiltelefon-Nutzern signifikant größer als bei den nicht regelmäßig Mobiltelefon-Nutzern (OR 1,125; KI 1,041-1,216). Bei der Einschränkung der Analyse auf die regelmäßigen Mobiltelefonierern wurde kein signifikanter Unterschied im Tumor-Volumen (OR 1,045; KI 0,987-1,107) zwischen den Langzeit-Nutzern (Gruppe 2) und den Kurzzeit-Nutzern (Gruppe 1) gefunden. Jedoch wurden signifikante Unterschiede zwischen starken Nutzern (Gruppe 4) und seltenen Nutzern (Gruppe 3) in Bezug auf die tägliche Nutzung (OR 1,073; KI 1,008-1,141) sowie zwischen kumulativ starken Nutzern (Gruppe 6) und schwachen Nutzern (Gruppe 5) basierend auf den geschätzten kumulativen Stunden beobachtet (OR 1,088; CI 1,023-1,157). Bei einer weiteren Beschränkung der Analyse auf regelmäßige Mobiltelefonierer mit geringer Hörbeeinträchtigung wurde ein Unterschied zwischen ipsilateralen Nutzern (n=12) und kontralateralen Nutzern (n=6) beobachtet (OR 4,5; KI 0,585-34,6).
Die Autoren folgern, dass sich die Akustikusneurinome häufiger auf der Seite mit dem bevorzugtem Ohr beim Mobiltelefonieren befinden könnten und dass das Tumor-Volumen mit dem Ausmaß am Mobiltelefon-Nutzung zusammenhängen könnte. So könnte es möglich sein, dass die Nutzung eines Mobiltelefons das Tumor-Wachstum beeinflussen könnte.

Studie gefördert durch

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