Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

The response of dorsomedial A1' and dorsolateral L2' neurosecretory neurons of Lymantria dispar L. caterpillars to the acute effects of magnetic fields. med./bio.

[Die Reaktion der dorsomedialen A1' und dorsolateralen L2' neurosekretorischen Neuronen von Lymantria dispar L.-Raupen auf die akuten Wirkungen von Magnetfeldern].

Veröffentlicht in: Arch Biol Sci 2011; 63 (1): 167-176

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Auswirkungen einer akuten Exposition von Raupen von Lymantria dispar bei einem statischen oder 50 Hz-Magnetfeld auf die Morphologie neurosekretorischer Zellen und die Menge eines Neurohormons im Insekten-Gehirn untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

A1'- und L2'-neurosekretorische Zellen wurden untersucht. Der A1'-Typ ist an der Regulation der Verdauung beteiligt, wohingegen der L2'-Typ die große Form des prothorakotropen Hormons (PTTH) synthetisiert, welches Wachstum und Metamorphose steuert.
90 Raupen wurden zufällig auf die folgenden Gruppen aufgeteilt (jeweils n=30): 1) Exposition bei dem statischen Magnetfeld, 2) Exposition bei dem 50 Hz-Magnetfeld, 3) Kontrollgruppe. 15 Individuen jeder Gruppe wurden für die histologische Analyse und 15 für die Protein-Bestimmung genutzt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1:
Exposition 2: 50 Hz

Allgemeine Informationen

The control group was kept 5 m away from the magnets in petri dishes (V = 80 ml) exposed only to the natural magnetic field

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • permanent double U-shaped magnet
Kammer plastic containers (V = 80 ml)
Aufbau caterpillars were placed between the poles of the permanent magnet (dimension was 26 cm2); the upper half of the magnet had 2 North (N) poles at the terminal ends and a centrally positioned South (S) pole, the lower half of the magnet had the reverse pole configuration; S poles were facing N poles and between them a relatively homogenous magnetic field was created
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 235 mT Maximum geschätzt - an den Polen

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer plastic vials (V = 80 ml)
Aufbau caterpillars were placed in magnetic field from three pairs of coils placed around a regular laminated transformer core; dimensions of the poles were 44.6 cm2 and the space between them was 3.2 cm; input current was 1 A; force lines of the magnetic field were parallel to the vertical component of the geomagnetic field
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 2 mT Mittelwert gemessen - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Größe der Zellkerne von A1'-Neuronen war in Proben von Tieren, welche bei dem statischen Magnetfeld exponiert waren (Gruppe 1) im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht. Zudem besaßen A1'-Neuronen der Gruppe 1 deutlich sichtbare Axone und feinkörniges neurosekretorisches Material in ihrem Zytoplasma, was auf sekretorische Aktivität hinwies.
Die Größe der Zellkörper von L2'-Neuronen war in Proben von Tieren, welche bei dem 50 Hz-Magnetfeld exponiert waren (Gruppe 2), im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant reduziert. L2'-Neuronen der Gruppe 2 zeigten Verdichtungen von neurosekretorischem Material im Zytoplasma, was auf einen Aufstau und reduzierte sekretorische Aktivität hinwies.
Die Menge an Proteinen mit einem Gewicht von 14-16 kD war in Gruppe 1 leicht und in Gruppe 2 deutlich verringert im Vergleich zur Kontrollgruppe, was auf eine generelle Verringerung der PTTH-Menge im Insekten-Gehirn hinwies.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine akute Exposition von Raupen von Lymantria dispar bei einem statischen oder 50 Hz-Magnetfeld die neurosekretorische Aktivität im Insekten-Gehirn beeinflussen könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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