Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

The Effects of Melatonin on Oxidative Stress Parameters and DNA Fragmentation in Testicular Tissue of Rats Exposed to Microwave Radiation. med./bio.

[Die Wirkungen von Melatonin auf oxidative Stress-Parameter und DNA-Fragmentierung im Hoden-Gewebe von Ratten, exponiert bei Mikrowellen].

Veröffentlicht in: Adv Clin Exp Med 2015; 24 (3): 429-436

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Auswirkungen einer Exposition von Ratten bei einem 900 MHz elektromagnetischen Feld (GSM) auf oxidativen Stress in den Hoden untersucht werden und ob eine Melatonin-Gabe diese Wirkungen verhindert.

Hintergrund/weitere Details

Die Ratten wurden in die folgenden Gruppen eingeteilt (jeweils n=21): 1) GSM-Exposition, 2) Melatonin-Gruppe (intraperitoneale Injektion von 2 mg/kg Melatonin), 3) Ko-Exposition (Melatonin-Injektion und GSM-Exposition), 4) Kontrollgruppe (Injektion mit Kochsalz-Lösung).
Nach 20, 40 und 60 Tagen wurden jeweils 7 Ratten jeder Gruppe getötet und untersucht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 Stunden/Tag für 20, 40 oder 60 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Charakteristik
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 Stunden/Tag für 20, 40 oder 60 Tage
Zusatzinfo GSM signal
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer plastic cage without any metallic fittings
Aufbau 8 rats per cage (remark EMF-Portal: but 7 rats per cage were housed and sacrificed) were able to move freely; test phone was connected to a computer with an appropriate software module by a communication test set PC development kit
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 9,88 V/m Minimum gemessen - -
elektrische Feldstärke 18,36 V/m Maximum gemessen - -
magnetische Flussdichte 4,68 µT Minimum gemessen - -
magnetische Flussdichte 8,69 µT Maximum gemessen - -
SAR 0,043 W/kg Minimum geschätzt Ganzkörper -
SAR 0,135 W/kg Maximum geschätzt Ganzkörper -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Nach 20 Tagen waren nur die Lipidperoxidation und die Enzymaktivität der alkalischen DNAse in den Hoden GSM-exponierter Mäuse (Gruppe 1) im Vergleich zur Kontrollgruppe (Gruppe 4) signifikant erhöht sowie die Enzymaktivität der Katalase signifikant verringert. Nach 40 und 60 Tagen waren die Lipidperoxidation, die Protein-Oxidation und die Enzymaktivitäten der Xanthinoxidase, der alkalischen und sauren DNAse in GSM-exponierten Mäusen im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht sowie die Enzymaktivität der Katalase signifikant verringert.
Eine Ko-Exposition bei dem GSM-Feld und Melatonin (Gruppe 3) führte im Vergleich zur GSM-Exposition alleine zu einer signifikant verringerten Lipidperoxidation sowie signifikant reduzierten Enzymaktivitäten der Xanthinoxidase und sauren DNAse.
Mäuse, die nur mit Melatonin behandelt wurden (Gruppe 2), zeigten nach 20-60 Tagen im Vergleich zur Kontrollgruppe eine signifikant verringerte Enzymaktivität der sauren DNAse.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition von Ratten bei einem 900 MHz elektromagnetischen Feld (GSM) oxidativen Stress in den Hoden hervorrufen könnte und dass Melatonin die Wirkung abschwächen könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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