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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Occupational extremely low frequency magnetic fields (ELF-MF) exposure and hematolymphopoietic cancers - Swiss National Cohort analysis and updated meta-analysis.

[Berufliche Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern (ELF-MF) und hämato-lymphopoetischer Krebs - nationale Schweizer Kohorten-Studie und aktualisierte Meta-Analyse].

Veröffentlicht in: Environ Res 2018; 164: 467-474

Ziel der Studie (lt. Autor)

Der Zusammenhang zwischen der beruflichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern und der Mortalität an verschiedenen Arten von Leukämie und Lymphom wurde in der nationalen Schweizer Kohorte untersucht.

Weitere Details

Es wurde zusätzlich eine Meta-Analyse zum Zusammenhang zwischen beruflicher Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern und dem Risiko für akute myeloische Leukämie (AML) durchgeführt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Mortalität
(Hazard-Rate (HR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 Magnetfeld-Exposition: niedrig (Median 0,11 µT)
Gruppe 2 Magnetfeld-Exposition: mittel (Median 0,19 µT)
Gruppe 3 Magnetfeld-Exposition: hoch (Median 0,52 µT)

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 30–65 Jahre
  • Merkmale: Teilnehmer der nationalen Schweizer Kohorte
  • Beobachtungszeitraum: 1990 - 2008
  • Studienort: Schweiz
  • Datenquelle: Einwohnermeldeamt, nationale Schweizer Kohorte
  • Ausschlusskriterien: Rentner

Studiengröße

Gesamtzahl 3.147.000
Statistische Analysemethode:
  • proportionale Hazard-Regression nach Cox
( Anpassung:
  • Geschlecht
  • Bildung
  • Staatsangehörigkeit, Sprachregion und Familienstand
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Insgesamt wurde kein Zusammenhang zwischen der Mortalität an verschiedenen Arten von Leukämie und Lymphom und der beruflichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern gefunden. Es wurde aber ein Anstieg in der Mortalität bei stark exponierten Männern für myeloische Leukämie (HR 1,31; KI 1,02-1,67) und akute myeloische Leukämie (HR 1,26; KI 0,93-1,70) beobachtet. Bei Männern, die während ihrer Berufsausbildung und zu beiden Zensuszeitpunkten stark exponiert waren, stiegen die Hazard-Rate auf 2,24 (KI 0,91-5,53) bzw. 2,75 (KI 1,11-6,83) an.
Die Autoren schlussfolgerten, dass es keine überzeugende Evidenz für eine erhöhte Mortalität an verschiedenen Arten von Leukämie und Lymphom bei Arbeitern mit mittlerer und hoher Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern gibt. Allerdings wurde ein erhöhtes Risiko für akute myeloische Leukämie bei Arbeitern mit einer hohen Exposition über einen langen Zeitraum gefunden. Die beobachteten Risiken stimmten mit dem Ergebnis der Meta-Analyse von früheren Studien zu niederfrequenter Magnetfeld-Exposition und dem Risiko für akute myeloische Leukämie überein (RR 1,21; KI 1,08-1,37),

Studie gefördert durch

  • Swiss National Science Foundation (SNF)
  • ZonMw, The Netherlands

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