Home
Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Eotaxin‑1 and MCP‑1 serve as circulating indicators in response to power frequency electromagnetic field exposure in mice.

[Eotaxin-1 und MCP-1 fungieren als zirkulierende Indikatoren als Reaktion auf Exposition bei einem elektromagnetischen Feld mit Netzfrequenz bei Mäusen].

Veröffentlicht in: Mol Med Rep 2018 [im Druck]

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte der Gehalt an Chemokinen im Blut von Mäusen untersucht werden, die bei 50 Hz-Magnetfeldern exponiert wurden.
Hintergrund/weitere Details: Die Mäuse wurden auf vier Gruppen aufgeteilt (n=100 pro Gruppe): 1) Schein-Exposition, 2) 0,1 mT Magnetfeld, 3) 0,5 mT Magnetfeld und 4) 2,5 mT Magnetfeld. Die Mäuse wurden an 0, 1, 10, 30 oder 90 aufeinanderfolgenden Tagen exponiert/schein-exponiert. An jedem Zeitpunkt wurden Blutproben von je 20 Mäusen pro Gruppe unter Betäubung entnommen und die Mäuse im Anschluss getötet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 8 Stunden/Tag für 0, 1, 10 oder 90 aufeinanderfolgende Tage
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: 8 Stunden/Tag für 0, 1, 10 oder 90 aufeinanderfolgende Tage
Exposition 3: 50 Hz
Expositionsdauer: 8 Stunden/Tag für 0, 1, 10 oder 90 aufeinanderfolgende Tage
Exposition 1
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 8 Stunden/Tag für 0, 1, 10 oder 90 aufeinanderfolgende Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer Die Mäuse wurden in standardisierten Käfigen gehalten (10 Mäuse pro Käfig); alle Käfige befanden sich im gleichen Raum
Aufbau Ein Transformator wurde verwendet, um die Spulen, die das Magnetfeld erzeugten, mit elektrischem Strom zu versorgen; der homogene Bereich des Magnetfelds war 0,4 x 0,4 x 0, 4 (m) mit Oberwellen unter 1,0 %; Magnetfeld innerhalb des Käfigs wurde konstant gehalten; Magnetfeld wurde mindestens eine Minute vor Beginn der Exposition angeschaltet, um Transienten zu verhindern
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,1 mT Effektivwert gemessen - -
Exposition 2
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 8 Stunden/Tag für 0, 1, 10 oder 90 aufeinanderfolgende Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,5 mT Effektivwert gemessen - -
Exposition 3
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 8 Stunden/Tag für 0, 1, 10 oder 90 aufeinanderfolgende Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 2,5 mT Effektivwert gemessen - -
Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

  • Wirkungen auf das Immunsystem: Gehalt an Chemokinen (EOTAXIN‑1 (CCL11), GROα (CXCL1), IP‑10 (CXCL10), MCP‑1 (CCL2), MCP‑3 (CCL7), MIP‑1α (CCL3), MIP‑1β (CCL4), MIP‑2 (CXCL2), and RANTES (CCL5)) im Blutserum (kommerzieller Fluoreszenz-Immunoassay); Gehalt an EOTAXIN-1 und MCP-1 (ELISA)
  • Körpergewicht jeden zweiten Tag bei 20 zufällig ausgewählten Mäusen
Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Exposition bei verschiedenen Flussdichten führte zu signifikanten Veränderungen im Gehalt der folgenden Chemokine: IP-10, GROα, RANTES, EOTAXIN‑1 und MCP‑1 (Bemerkung EMF-Portal: Die Information ist dem Fließtext entnommen, aus den Tabellen teilweise nicht nachvollziehbar). Darüber hinaus zeigten sowohl der Immunoassay als auch der ELISA, dass die Gehalte von MCP-1 und EOTAXIN-1 im Vergleich zur Schein-Exposition bei den mit 0,5 mT exponierten Mäusen signifikant erhöht waren.
(Bemerkung EMF-Portal: Die Chemokin-Konzentrationen an Tag 0 waren in allen Gruppen identisch, was darauf schließen lässt, dass die Proben der einzelnen Gruppen nicht einzeln untersucht wurden.)
Die Autoren schlussfolgern, dass EOTAXIN-1 und MCP-1 als Indikatoren für die 50 Hz-Magnetfeld-Exposition dienen könnten und dass 50 Hz-Magnetfelder Entzündungs-Reaktionen bei Mäusen hervorrufen könnten.
Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

  • China Southern Power Grid Company, China

Themenverwandte Artikel

  • Zhang H et al. (2016): Protective effect of procyanidins extracted from the lotus seedpod on immune function injury induced by extremely low frequency electromagnetic field.
  • Reale M et al. (2016): Effect of environmental extremely low-frequency electromagnetic fields exposure on inflammatory mediators and serotonin metabolism in a human neuroblastoma cell line.
  • Luo X et al. (2016): Occupational exposure to 50 Hz magnetic fields does not alter responses of inflammatory genes and activation of splenic lymphocytes in mice.
  • Li BL et al. (2015): Effect of long-term pulsed electromagnetic field exposure on hepatic and immunologic functions of rats.
  • D'Angelo C et al. (2015): Experimental model for ELF-EMF exposure: Concern for human health.
  • Vianale G et al. (2008): Extremely low frequency electromagnetic field enhances human keratinocyte cell growth and decreases proinflammatory chemokine production.
  • Reale M et al. (2006): Modulation of MCP-1 and iNOS by 50-Hz sinusoidal electromagnetic field.