Studientyp: Epidemiologische Studie

Residential exposure to electromagnetic fields during pregnancy and risk of child cancer: A longitudinal cohort study. epidem.

[Häusliche Exposition bei elektromagnetischen Feldern während der Schwangerschaft und Risiko von Krebs bei Kindern: Eine longitudinale Kohortenstudie].

Veröffentlicht in: Environ Res 2019; 176: 108524

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in Kanada durchgeführten Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen der Wohnnähe der Mutter während der Schwangerschaft zu Hochspannungs-Umspannwerken und Hochspannungsfreileitungen und dem Risiko für Krebs im Kindesalter untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Hazard-Rate)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Abstand zwischen Wohnung und Umspannwerk: ≥ 200 m
Gruppe 2 Abstand zwischen Wohnung und Umspannwerk: < 200 m
Referenzgruppe 3 Abstand zwischen Wohnung und Hochspannungsfreileitung: ≥ 100 m
Gruppe 4 Abstand zwischen Wohnung und Hochspannungsfreileitung: < 100 m

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 784.944
Sonstiges:

1114 Kinder mit Krebs; 4.647.472 Personenjahre Follow-Up

Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde ein statistisch nicht signifikanter Zusammenhang zwischen der Wohnnähe der Mütter während der Schwangerschaft zu Hochspannungs-Umspannwerken und dem Krebs-Risiko bei ihren Kindern gefunden, jedoch nicht für Hochspannungsleitungen. Bei einem Abstand von bis 80 m zu einem Umspannwerk im Vergleich zu 200 m wurde ein erhöhtes Risiko für Krebs insgesamt (HR: 1,08 (KI 0,98-1,20), für Lymphome und Leukämien (HR 1,04; KI 0,88-1,23) und für solide Tumore (HR 1,11; KI 0,99-1,25) beobachtet.
Die Autoren schlussfolgern, dass die mütterliche Wohnnähe der Mutter während der Schwangerschaft zu Hochspannungs-Umspannwerken mit einem leicht erhöhten Risiko für Krebs im Kindesalter zusammenhängt. Da aber kein Zusammenhang mit Hochspannungsleitungen beobachtet wurde, deutet dies insgesamt nicht auf einen kausalen Zusammenhang hin.

Studie gefördert durch

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