Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

In vitro study of effects of ELF-EMF on testicular tissues of roe deer (Capreolus capreolus) - FTIR and FT-Raman spectroscopic investigation. med./bio.

[In vitro-Untersuchung der Wirkungen von ELF-EMF auf das Hodengewebe von Rehwild (Capreolus capreolus) - FTIR- und FT-Raman-spektroskopische Untersuchung].

Veröffentlicht in: Anim Reprod Sci 2020; 213: 106258

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern auf das Hoden-Gewebe von Rehwild untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Proben des Hoden-Gewebes wurden in die folgenden Gruppen eingeteilt: 1) Exposition bei einem Magnetfeld von 50 Hz für 2 Stunden, 2) 120 Hz für 2 Stunden, 3) Kontrollgruppe für 2 Stunden, 4) Exposition bei einem Magnetfeld von 50 Hz für 4 Stunden, 5) 120 Hz für 4 Stunden, 6) Kontrollgruppe für 4 Stunden.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 2 und 4 Stunden
Exposition 2: 120 Hz
Expositionsdauer: 2 und 4 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 2 und 4 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • Astar-Generator
Kammer 24-Well-Platten wurden in ein Wasserbad gelegt, mit einer Kunststoffplatte abgedeckt und flache Applikatoren des Generators wurden über den Platten angebracht
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 8 mT - gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 120 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 2 und 4 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 8 mT - gemessen - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Beim Vergleich der Spektren der Expositions-Gruppen (Gruppen 1, 2, 4 und 5) mit den entsprechenden Kontrollgruppen (Gruppen 3 und 6) wurden mehrere Unterschiede bei den Peaks gefunden, welche Lipide, Proteine, Kohlenhydrate, DNA und Phospholipide repräsentieren. Diese Peaks waren teilweise verschoben und ihre Höhen waren unterschiedlich. Eine PCA-Analyse zeigte, dass sich die Spektren der Expositions-Gruppen signifikant von ihren jeweiligen Kontroll-Gruppen unterschieden, was auf Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung des Hoden-Gewebes hinweist.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern das Hoden-Gewebe von Rehen beeinflussen könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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