Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Are children living near high-voltage power lines at increased risk of acute lymphoblastic leukemia? epidem.

[Haben Kinder, die in der Nähe von Hochspannungsfreileitungen wohnen, ein erhöhtes Risiko für akute lymphoblastische Leukämie?]

Veröffentlicht in: Am J Epidemiol 2000; 151 (5): 512-515

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Reanalyse einer Fall-Kontroll-Studie durchgeführt, die den Zusammenhang zwischen Hochspannungsfreileitungen und dem Risiko für Leukämie im Kindesalter in den USA (Publikation 1894) untersuchte. In der vorliegenden Studie werden verschiedene Komponenten des Wire Codes einzeln sowie gemeinsam untersucht, um herauszufinden, ob es eine Messgröße gibt, die zur Voraussage des Risikos für Kinderleukämie besser geeignet ist.

Weitere Details

Die Kinder der vorausgegangenen Studie wurden in die vorliegende Studie einbezogen, wenn sie in einem Haus mindestens 70 % der Referenzzeit (5 Jahre vor Diagnose) gelebt haben, und wenn für dieses Haus Messungen des Magnetfelds durchgeführt worden sind. Die Expostion bei Magnetfeldern wurde abgeschätzt durch die Messung der Entfernung zwischen Hochspannungsfreileitung und Haus sowie durch Berechnung eines Expositions-Indexs, der auf der Entfernung und der relativen Last für alle Hochspannungsleitungen und dreiphasigen Verteilungsleitungen im Umkreis von 40 m vom Haus basiert.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Entfernung zur nächsten Hochspannungsfreileitung: > 40 m, mittleres Magnetfeld: 0,091 µT
Gruppe 2 Entfernung zur nächsten Hochspannungsfreileitung: 24 - 40 m, mittleres Magnetfeld: 0,089 µT
Gruppe 3 Entfernung zur nächsten Hochspannungsfreileitung: 15 - 23 m, mittleres Magnetfeld: 0,152 µT
Gruppe 4 Entfernung zur nächsten Hochspannungsfreileitung: 0 - 14 m, mittleres Magnetfeld: 0,207 µT
Referenzgruppe 5 Entfernung zur nächsten Übertragungsleitung: > 40 m, mittleres Magnetfeld: 0,103 µT
Gruppe 6 Entfernung zur nächsten Übertragungsleitung: 24 - 40 m, mittleres Magnetfeld: 0,0673 µT
Gruppe 7 Entfernung zur nächsten Übertragungsleitung: 15 - 23 m, mittleres Magnetfeld: 0,130 µT
Gruppe 8 Entfernung zur nächsten Übertragungsleitung: 0 - 14 m, mittleres Magnetfeld: 0,279 µT
Referenzgruppe 9 Entfernung zur nächsten Verteilungsleitung: > 40 m, mittleres Magnetfeld: 0,092 µT
Gruppe 10 Entfernung zur nächsten Verteilungsleitung: 24 - 40 m, mittleres Magnetfeld: 0,089 µT
Gruppe 11 Entfernung zur nächsten Verteilungsleitung: 15 - 23 m, mittleres Magnetfeld: 0,160 µT
Gruppe 12 Entfernung zur nächsten Verteilungsleitung: 0 - 14 m, mittleres Magnetfeld: 0,208 µT

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 851 825
Anzahl auswertbar 408 408
Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

601 der 816 Kinder lebten mehr als 40 m von einer Übertragungs- oder dreiphasigen, primären Verteilungsleitung entfernt.
Es wurde kein Zusammenhang zwischen akuter lymphoblastischer Leukämie bei Kindern weder mit der Entfernung zur nächsten Hochspannungsfreileitung von höchstens 40 m zur Wohnung noch mit einem Expositions-Index, der die Verteilung aller in der Nähe befindlichen Leitungen berücksichtigt. Die mittleren Magnetfelder- Werte der Wohnungen stiegen mit abnehmender Entfernung zu den Leitungen an.
Die Autoren zogen den Schluss, dass sie keinen Hinweis gefunden haben, dass Kinder, die in der Nähe von Hochspannungsfreileitungen wohnen, ein erhöhtes Risiko für akute lymphoblastische Leukämie haben.

Studie gefördert durch

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