Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of Hyperthermia Induced by Microwave Irradiation on Brain Development in Mice med./bio.

[Wirkungen von Hyperthermie, induziert durch Mikrowellen-Befeldung, auf die Gehirn-Entwicklung von Mäusen]

Veröffentlicht in: J Radiat Res 1992; 33 (1): 1-10

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer kurzen, durch Mikrowellen hervogerufenen Hyperthermie bei Muttertieren während der Schwangerschaft auf die Entwicklung des Mäuse-Gehirns mit thermischen Wirkungen verglichen werden, die durch das Eintauchen in 42°C warmes Wasser hervorgerufen wurden.

Hintergrund/weitere Details

Trächtige Mäuse wurden am 13. Tag der Tragzeit Mikrowellen ausgesetzt. 9 h nach der Behandlung wurde die Anzahl der pyknotischen Zellen in der ventrikulären Zone des Telencephalon untersucht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,45 GHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 15 oder 20 min am 13. Tag der Tragzeit

Allgemeine Informationen

external antenna

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Typ
Expositionsdauer 15 oder 20 min am 13. Tag der Tragzeit
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 15 s
Zusatzinfo

15s on off scedule

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • clinical hypertermia system, external antenna
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 0,275 m
Zusatzinfo mice (head covered with aluminium foil fixed styrofoam)
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 480 mW/g Mittelwert gemessen s. Bemerkungen +-120mW/g

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die höchste mütterliche Kerntemperatur während der Befeldung überschritt nicht 42.5°C. Die jeweilige Häufigkeit pyknotischer Zellen war bei der für 15 und 20 Minuten exponierten Gruppe 1.83% und 3.06%. Die 20-minütige Mikrowellen-Exposition hatte einen Effekt, der mit dem 15-minütigen Eintauchen in 42°C warmes Wasser vergleichbar war. Zusätzlich wurden einige Mäuse am 18. Tag der Tragzeit untersucht und einige ihrer Nachkommen im Alter von 6 Wochen in einer Untersuchung auf Langzeit-Effekte. Die Gehirn-Gewichte der Tiere, die für 20 min bei Mikrowellen exponiert waren, waren signifikant geringer als die der Kontrollgruppe. Und die zahlenmäßige Dichte der Neuronen im Großhirn war höher. Die Autoren schließen daraus, dass eine Mikrowellen-Exposition bei der untersuchten Dosis hauptsächlich einen thermischen Effekt hat.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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