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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Cellular and cordless telephones and the risk for brain tumours.

[Mobil- und Schnurlostelefone und das Risiko für Hirntumor].

Veröffentlicht in: Eur J Cancer Prev 2002; 11 (4): 377-386

Ziel der Studie (lt. Autor)

Eine bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie wurde in Schweden zur Untersuchung des Risikos für Hirntumor und der Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen durchgeführt.

Weitere Details

Weitere Analysen des Datenmaterials dieser Fall-Kontroll-Studie wurden in den Publikationen 9520, 9361, 11953 und 12393 veröffentlicht.
Personen, die mit der Nutzung eines Mobiltelefons oder Schnurlostelefons innerhalb eines Jahres vor der Diagnose begannen, wurden als nicht exponiert eingestuft.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen: Telefonart, Nutzungsjahre, Markenname, Beginn der Telefonnummer (Unterscheidung analog und digital), mittl. Anzahl + Minuten der tägl. Telefonate, Nutzung im Auto mit externer Antenne oder Freisprecheinrichtung, bevorzugtes Ohr beim Telefonieren
  • Befragung: zur Ergänzung der Angaben
  • Berechnung: Gesamtnutzungsdauer in Stunden

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 nicht exponiert
Gruppe 2 analog, 450 MHz, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 3 analog, 450 MHz, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 4 analog, 450 MHz, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 5 analog, 900 MHz, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 6 analog, 900 MHz, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 7 analog, 900 MHz, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 8 analog, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 9 analog, insgesamt, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 10 analog, insgesamt, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 11 analog, ≤ 85 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 12 analog, ≤ 85 Stunden, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 13 analog, ≤ 85 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 14 analog, > 85 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 15 analog, > 85 Stunden, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 16 analog, > 85 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 17 digital, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 18 digital, insgesamt, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 19 digital, insgesamt, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 20 digital, ≤ 55 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 21 digital, ≤ 55 Stunden, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 22 digital, ≤ 55 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 23 digital, > 55 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 24 digital, > 55 Stunden, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 25 digital, > 55 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 26 schnurlos, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 27 schnurlos, insgesamt, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 28 schnurlos, insgesamt, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 29 schnurlos, ≤ 183 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 30 schnurlos, ≤ 183 Stunden, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 31 schnurlos, ≤ 183 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 32 schnurlos, > 183 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 33 schnurlos, > 183 Stunden, > 5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 34 schnurlos, > 183 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 20–80 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: Januar 1997 - Juni 2000
  • Studienort: Schweden (Uppsala/Örebro-, Stockholm-, Linköping- und Göteborg-Regionen)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Region
    • 5-Jahres-Altersgruppe
    • Fall:Kontrolle = 1:1

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 1.617 -
Anzahl kontaktiert 1.617 1.617
Teilnehmerzahl 1.429 1.470
Teilnehmerrate 88 % 91 %
Anzahl auswertbar 1.303 1.470
Sonstiges: 1303 komplette Paare wurde in die statistische Analyse einbezogen.
Statistische Analysemethode:
  • konditionale logistische Regression
  • multivariate Analyse

Schlussfolgerung (lt. Autor)

17,3 % der Fälle und 14,8 % der Kontrollen berichteten die Nutzung von analogen Mobiltelefonen, 29,6 % der Fälle und 29,5 % der Kontrollen die Nutzung von digitalen Mobiltelefonen und 28,1 % der Fälle und 26,9 % der Kontrollen die Nutzung von Schnurlostelefonen. Es wurde ein erhöhtes Risiko für Hirntumor und die Nutzung von analogen Mobiltelefonen gefunden. Für digitale Mobiltelefone und Schnurlostelefone wurde innerhalb einer 5-Jahres-Latenzzeit kein signifikant erhöhtes Risiko beobachtet.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die mittlere Nutzungsdauer lag bei 3 Jahren für digitale Mobiltelefone, bei 5 Jahren für Schnurlostelefone und bei 7 Jahren für analoge Mobiltelefone.

Studie gefördert durch

  • Cancer och Allergifonden (Cancer and Allergy Foundation), Sweden
  • Örebro Cancer Fund, Sweden
  • Swedish Work Environment Fund
  • Telia, Sweden

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