Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Microwave attenuation of ethanol-induced interactions with noradrenergic neurotransmitter systems. med./bio.

[Mikrowellen-Abschwächung Ethanol-induzierter Wechselwirkungen mit noradrenergen Neurotransmitter-Systemen].

Veröffentlicht in: Health Phys 1989; 56 (5): 767-776

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die Forschung deutet darauf hin, dass Mikrowellen-Exposition Ethanol-induzierte Hypothermie in einer Weise abschwächen kann, die in Teilen von noradrenergen Neurotransmitter-Systemen abhängen könnte. Um diese mögliche Wechselwirkung zu untersuchen, wurden neonatalen Ratten das Neurotoxin 6-Hydroxydopamin (6-OHDA) injiziert, um zentrale noradrenerge Neuronen zu verletzen und um Ethanol-Hypothermie bei erwachsenen Ratten zu induzieren (Experiment 1). Zusätzliche Experimente untersuchten Mikrowellen-Wechselwirkungen mit zentral und peripher wirkenden beta-adrenergen Antagonisten (Propranolol und CGP-12177), um der Ethanol-induzierten Hypothermie bei Mikrowellen-exponierten Tieren entgegenzuwirken (Experimente 2 und 3).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,45 GHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: 45 min

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 45 min
Zusatzinfo Circularly polarized.
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau rats placed in Plexiglas hutches
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 300 µW/g Mittelwert berechnet - -

Referenzartikel

  • Guy AW et al. (1979): Circularly polarized 2450 MHz waveguide system for chronic exposure of small animals to microwaves.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Experiment 1: Wurden erwachsene Ratten getestet, zeigten verletzte Mikrowellen-exponierte Ratten keine Wechselwirkung zwischen Mikrowellen und Ethanol-induzierter Hypothermie, die unter den Kontroll-Ratten gefunden wurde. Die Ergebnisse aus Experiment 1 deuten darauf hin, dass Mikrowellen-Exposition in einer Weise ähnlich der von noradrenergen beta-Antagonisten wirken könnte.
Experiment 2 und 3: Akute schwache Mikrowellen-Exposition schwächte die Ethanol-induzierte Hypothermie bei den Ratten ab. Die Ergebnisse bestätigen, dass Ethanol-induzierte Hypothermie teilweise durch noradrenerge System vermittelt wird. Die Vorbehandlung mit dem zentral aktiven beta-adrenergen Antagonisten Propranolol schwächte bei den schein-exponierten Ratten die Ethanol-induzierte Hypothermie ab. Es gab keine konsistente Wirkung von Propranolol auf befeldete Ratten, ohne Rücksicht auf die Dosis. Auf die gleiche Weise war der Grad der Hypothermie, der bei den Kontrollen beobachtet wurde, durch die Vorbehandlung mit dem peripheren beta-adrenergen Antagonisten CGP-12177 im Vergleich zu den exponierten Ratten signifikant abgeschwächt.
Zusammenfassend bestätigen die Ergebnisse die noradrenerge Vermittlung der Ethanol-induzierten Hypothermie und deuten darauf hin, dass Mikrowellen-Energie irgendwie die Rolle der beta-adrenergen Antagonisten imitieren kann.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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