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Elektrosensibilität

Unter Elektrosensibilität wird die Entwicklung von gesundheitlichen Beschwerden durch die Einwirkung elektromagnetischer Felder verstanden. Generell sind die Symptome eher unspezifischer Natur, und es konnte bisher keine einheitliche Gruppe an Symptomen identifiziert werden. Bei manchen Betroffenen treten Symptome nur im Zusammenhang mit bestimmten Expositions-Quellen auf, wohingegen andere sensibel auf verschiedene Expositions-Quellen reagieren. Die Symptome Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Erschöpfung, Übelkeit oder Herzklopfen treten häufig bei verschiedenen Feldquellen (z.B. Mobiltelefone, Basisstationen, Hochspannungsleitungen, Radar, Haushaltsgeräte) auf. Gelegentlich werden auch Muskel-Schmerzen, Sehstörungen und Hör-Probleme (z.B. Tinnitus) genannt.
Bei der Arbeit an Bildschirmgeräten (Kathodenstrahlröhren) und in der Nähe von Leuchtstoffröhren treten dagegen überwiegend Haut-Symptome (Rötungen, Prickeln, Brennen) und Augenreizungen (Brennen) auf.

In vielen Fällen liegt die Stärke der Symptom-auslösenden elektromagnetischen Felder unterhalb der Werte, bei denen in wissenschaftlichen Studien physiologische Veränderungen beobachtet wurden. Laut WHO gibt es für Elektrosensibilität bisher keine eindeutigen Diagnose-Kriterien. Es ist weder ein medizinisches Krankheitsbild, noch steht fest, dass es sich um ein eigenständiges medizinisches Problem handelt (WHO 2005). Weiterhin gibt es keinen bekannten biologischen Marker noch einen diagnostischen Test für Elektrosensibilität.

Weitere Informationen und eine Übersicht über alle Studien zu Elektrosensibilität finden Sie auch im EMF-Portal, alle experimentellen Studien mit Magnetfeld-Exposition hier, alle experimentellen Studien mit elektrischer Feld-Exposition hier und alle epidemiologischen Studien mit Netzfrequenz-Feldern (50/60 Hz) hier.