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Häufigkeit

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts starben im Jahre 2013 insgesamt 40 Personen bei Stromunfällen in Deutschland, davon ereigneten sich sechs tödliche Stromunfälle während der Arbeit und 34 Unfälle zu Hause und in der Freizeit. Zwei Menschen wurden 2013 in Deutschland durch Blitzschlag tödlich verletzt. Wie viele häusliche, nicht-tödliche verlaufende Stromunfälle in Deutschland auftreten, ist nicht bekannt, da es kein zentrales Register für Stromunfälle gibt.

Berufliche Stromunfälle werden in Deutschland an die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) gemeldet. Nach der Unfallstatistik von 2014 ereigneten sich 773 meldepflichtige Stromunfälle. Meldepflichtig bedeutet, dass die Beschäftigten nach einem Stromunfall länger als 3 Tage arbeitsunfähig sind. Bei zwei Stromunfällen verstarben die Unfallopfer. In der Abbildung ist die Anzahl der beruflichen tödlichen Stromunfälle, die der BG ETEM gemeldet wurden, im Vergleich zu den tödlichen Stromunfällen in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamt im Zeitraum von 1972 bis 2013 dargestellt. Es ist zu erkennen, dass die Anzahl der tödlichen Stromunfälle in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen ist. Dies ist vermutlich auf einen verbesserten Schutz vor Stromunfällen wie beispielsweise durch die Einführung von Fehlerstrom-Schutzschaltern und auf zusätzliche Präventionsmaßnahmen zurückzuführen.
Tödliche Stromunfälle in der Bevölkerung von Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts und bei der BG ETEM gemeldete tödliche Stromunfälle.
In den USA wurden 1.573 tödliche berufliche Stromunfälle im Zeitraum von 2003-2009 bei der Electrical Safety Foundation International (ESFI) gemeldet, einer Organisation zur Vermeidung von Stromunfällen in Haushalt und Beruf. Der Anteil der tödlichen Stromunfälle an den tödlichen Berufsunfällen insgesamt betrug 4,1 % in diesem Zeitraum.