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Grenzwerte

Die Gefährdung des Menschen durch elektrischen Strom hängt von der Stärke und Dauer des Stromflusses bei einem bestimmten Stromweg durch den Körper ab. In der Norm DIN IEC TS 60479-1 sind die zulässigen Körperströme sowie die erforderlichen Werte zur Berechnung von zulässigen Berührungsspannungen unter verschiedenen Bedingungen (z.B. Körperwiderstand, Stromweg, Feuchtigkeitszustand der Haut (siehe Einflussfaktoren für die Wirkung vom elektrischen Strom) für Wechselstrom und Gleichstrom enthalten.

Eine zeitlich unbegrenzte Berührungsspannung von 50 Volt Wechselspannung (1-1000 Hz) oder 120 Volt Gleichspannung (DC) soll bei gesunden erwachsenen Menschen nicht überschritten werden, da sonst eine lebensbedrohliche Situation eintreten kann. Für Kinder und Nutztiere ist die Berührungsspannung auf maximal 25 V Wechselspannung oder 60 V Gleichspannung festgelegt.

Im beruflichen Bereich sind höhere kurzzeitige Berührungsspannungen über 50 Volt Wechselspannung oder 120 Volt Gleichspannung bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen nur unter besonderen Bedingungen zugelassen. Es dürfen nur besonders ausgebildete Personen unter Einsatz von Schutzausrüstung und besonderen Schutzmaßnahmen diese Arbeiten ausführen.

Folgende Normen gelten beispielsweise:
  • DIN VDE 0100-410 :2007-06. Errichten von Niederspannungsanlagen - Teil 4-41: Schutzmaßnahmen - Schutz gegen elektrischen Schlag
  • DIN EN 50110-1 VDE 0105-1:2014-02. Betrieb von elektrischen Anlagen) - Teil 1: Allgemeine Anforderungen)
  • DIN EN 50122-1: 2011-09. Bahnanwendungen - Ortsfeste Anlagen - Elektrische Sicherheit, Erdung und Rückleitung - Teil 1: Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag