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Felder im Haushalt

In den meisten Wohnungen stammen die niederfrequenten elektrischen und magnetischen Felder nicht von den von außen einwirkenden Quellen wie z.B. Hochspannungsleitungen oder Bahnleitungen. Die größte Belastung geht vielmehr von Elektrogeräten und den elektrischen Hausinstallationen (Verteilungs- und Sicherungskästen, Stromleitungen, Steckdosen) aus.

Magnetfelder können im Haushalt durch den Gebrauch verschiedener Geräte entstehen. Haushaltsgeräte mit besonders hohen magnetischen Flussdichten (siehe Tabelle) sind folgende:
  • Geräte zur Wärmeerzeugung mit hohem Stromverbrauch (z.B. Elektroherd, Elektroheizung, Waschmaschine, Wasserboiler, Bügeleisen),
  • Geräte mit einem Transformator oder Magnetspulen (z.B. Radiowecker, Niedervolt-Halogenleuchten, Fernsehgerät, Stereoanlage) und
  • Geräte mit elektrischem Motor (z.B. Staubsauger, Bohrmaschine, Handmixer, Haarföhn.
Typische magnetische Flussdichten (in µT) von Haushaltsgeräten bei verschiedenen Abständen. Die üblichen Gebrauchsabstände sind fettgedruckt.
Quelle: Berichte der Strahlenschutzkommission, Heft 7, Schutz vor niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern der Energieversorgung und -anwendung, 1997
Die Tabelle zeigt, dass die von allen Haushaltsgeräten erzeugten magnetische Felder schnell mit der Entfernung abnehmen. Außerdem werden die meisten Haushaltsgeräte nicht in direkter Körpernähe betrieben. Die magnetischen Flussdichten fast aller Haushaltsgeräte in einem Abstand von 30 cm sind mehr als 100-mal niedriger als der ICNIRP-Referenzwert von 100 µT für die allgemeine Bevölkerung.

Mit Hilfe von Magnetfeldmatten soll eine Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen wie Osteoporose, Arthrose oder Rheuma ermöglicht werden. In einer Magnetfeldmatte sind Spulen enthalten, durch die gepulste niederfrequente elektrische Ströme fließen. Sie erzeugen Magnetfelder, die in den Körper der auf der Matte liegenden Person eindringen. Diese Magnetfelder induzieren elektrische Ströme, die eine Wirkung hervorrufen können. Ein wissenschaftlich fundierter Wirkungsnachweis der frei verkäuflichen Magnetfeldmatten konnte bisher nicht erbracht werden. Bei Messungen im Auftrag des Schweizer Bundesamts für Gesundheit wurden bei drei untersuchten Magnetfeldmatten Überschreitungen des ICNIRP-Referenzwertes für die allgemeine Bevölkerung um das 5- bis 11-Fache festgestellt. Weitere ausführliche Informationen unter BAG

Typische Messwerte finden sich in der Feldquellen-Datenbank, z.B.:
Links: Toaster, mitte: Kaffeemaschine, rechts: Wasserkocher
linkes Bild: Peng, Lizenz: CC BY-SA 3.0, mittleres Bild: Frank C. Müller, Lizenz: CC BY-SA 2.0 de, rechtes Bild: Henna, Lizenz: CC BY-SA 1.0, alle via Wikimedia Commons