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Luftraumüberwachungsradar

Feldbeschreibung

Gehört zu: Radar-System
Synonyme: ASR, Flughafenradar
Beschreibung: Ein Luftraumüberwachungsradar wird dazu verwendet, alle Flugbewegungen in einem bestimmten Luftraum zu registrieren. Es handelt sich dabei häufig um Sekundär-Radar-Systeme, die die in regelmäßigen Abständen gefunkten Signale von Flugzeugen empfangen. Neben der Position wird dabei häufig auch die Flughöhe durchgegeben. Luftraumüberwachungsradar-Systeme senden und empfangen im L-Band, d.h. zwischen 1 GHz - 2 GHz. Die prominenteste Anwendung eines Luftraumüberwachungsradars ist der Flugradar zur Überwachung von Linienflügen.

Eine besondere Form des Luftraumüberwachungsradars ist der Flughafenradar. Dieser wird an Flughäfen von Fluglotsen eingesetzt, um sämtliche Flugbewegungen - sowohl im Luftraum als auch am Boden auf den Landebahnen - zu überwachen. Es handelt sich dabei um ein Primär-Radar-System, welches die Echos des Sendesignals nach Reflektion an einem Flugzeug registriert. Der verwendete Frequenzbereich liegt mit 2,7 - 2,9 GHz im S-Band.
Frequenzbereiche:
  • 1,25–1,26 GHz (innerhalb des L-Bands)
  • 1,34–1,35 GHz (innerhalb des L-Bands)
  • 1,35–2,79 GHz (innerhalb des L-Bands)
Feldtyp: elektromagnetisch

Messwerte (lt. Literatur)

Flughafenradar
Leistungsflussdichte 1 mW/cm² (Maximum, gemessen) zivile Anwendung in einem Abstand von 8,2 - 15,2 m je nach Gerät [1]
10 mW/cm² (Maximum, gemessen) zivile Anwendung in einem Abstand von 2,44 - 5,5 m je nach Gerät [1]
50 W/m² (Maximum, gemessen) zivile Anwendung in einem Abstand von 100 m zur Antenne [2]
Leistung 600 W (Maximum, gemessen) zivile Anwendung Maximalwert an der Antenne [3]
Luftraumüberwachungsradar
elektrische Feldstärke 0,003–0,14 V/m (gemessen) zivile Anwendung allgemeine Exposition, Sekundärradar [4]
0,01–2,41 V/m (gemessen) zivile Anwendung berufliche Exposition, Sekundärradar [4]
0,51–2,61 V/m (gemessen) zivile Anwendung allgemeine Exposition, Primärradar [4]
3,95–15,5 V/m (gemessen) zivile Anwendung berufliche Exposition, Primärradar [4]
5,58 V/m (Maximum) zivile Anwendung Maximalwert bei rotierender Antenne und einer Entfernung von 10 m [5]
26,24 V/m (Maximum) zivile Anwendung Maximalwert bei fester Antenne und einer Entfernung von 10 m [5]
200 V/m (Maximum) zivile Anwendung Maximalwert bei 2,79 GHz [6]
Leistungsflussdichte 0,5–10 W/m² (Maximum) zivile Anwendung Exposition in einem Abstand von 100 m von einem Flugradar [7]
10 W/m² (Maximum) zivile Anwendung in einem Abstand von 553 m [7]
100 W/m² (Maximum) zivile Anwendung in 100 m Entfernung von der Antenne [2]
173 W/m² (Maximum) zivile Anwendung Maximalwert im Nahfeld [7]
0,01 mW/cm² (Maximum) militärische Anwendung maximale Durchschnittsexposition [8]
8–300 µW/cm² (Maximum) militärische Anwendung bei Frequenzen zwischen 200 kHz - 26 GHz [9]
1 mW/cm² (Maximum) militärische Anwendung bei 435 MHz [9]
1.528 W/m² (Maximum) militärische Anwendung Maximalwert im Nahfeld [7]
10 W/m² (Maximum) militärische Anwendung in einem Abstand von 102 m [7]
Leistung 2,3 MW (Maximum) zivile Anwendung Maximale Leistung [7]
200 kW (Maximum) militärische Anwendung Maximalwert [7]

Quellen

  1. Tell RA et al. (1974): Microwave hazard measurements near various aircraft radars.
  2. Jokela K et al. (1999): Occupational RF Exposures.
  3. Joyner KH et al. (1986): Exposure survey of civilian airport radar workers in Australia.
  4. Joseph W et al. (2012): Occupational and public field exposure from communication, navigation, and radar systems used for air traffic control.
  5. Nicholls B et al. (2009): The aversive effect of electromagnetic radiation on foraging bats: a possible means of discouraging bats from approaching wind turbines.
  6. Carranza N et al. (2011): Patient safety and electromagnetic protection: a review.
  7. Swerdlow AJ et al. (2012): Health Effects from Radiofrequency Electromagnetic Fields - RCE 20.
  8. Hjollund NH et al. (1997): Semen analysis of personnel operating military radar equipment.
  9. Yakymenko I et al. (2011): Long-term exposure to microwave radiation provokes cancer growth: evidences from radars and mobile communication systems.