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Akusto-magnetisches System

Feldbeschreibung

Gehört zu: Elektronische Artikelsicherung
Beschreibung: Ein akusto-magnetisches System ist ein RFID-System zur elektronischen Artikelsicherung (EAS) und arbeitet typischerweise bei Frequenzen zwischen 58 kHz und 132 kHz. Die akusto-magnetischen Systeme sind zusammen mit den Radiofrequenz-Systemen die am häufigsten eingesetzten Artikelsicherungssysteme. Wie bei allen EAS-Systemen wird an der Ware ein Tag angebracht, welcher im Ausgangsbereich eines Geschäfts durch Detektoren erkannt wird (Siehe Überkategorie Elektronische Artikelsicherung).
Das emittierte elektromagnetische Feld im Ausgangsbereich regt mechanisch einen Magnetstreifen im passiven Tag an und bringt diesen zum Schwingen. Das elektromagnetische Feld wird dabei im Bereich von Millisekunden ein- und ausgeschaltet. Der angeregte Magnetstreifen im Tag schwingt im ausgeschalteten Feld nach und emittiert seinerseits ein messbares Feld. Die Detektion des Feldes des Tags führt in der Regel zur Auslösung eines Alarms.
Ein Deaktivator in den Kassentheke verändert den Tag durch ein Magnetfeld in einer Art, dass danach ein Schwingen des Magnetstreifens nicht mehr möglich ist und die bezahlte Ware ohne Alarm den Ausgangsbereich passieren kann.
Frequenzbereiche:
  • 40–50 Hz (Ein- und Ausschaltvorgänge zur Detektion)
  • 20–135 kHz
Feldtyp: elektrisch und magnetisch

Messwerte (lt. Literatur)

Deaktivator
magnetische Flussdichte 0,24 µT (gemessen) 58 kHz am Platz des Kassierers in einer Höhe von 0,5 - 1,7 m in einer Postfiliale [1]
0,27 µT 58 kHz am Platz des Kassierers in einer Höhe von 0,5 - 1,7 m in einem Supermarkt [1]
0,81 µT (gemessen) 58 kHz am Platz des Kassierers in einer Höhe von 0,5 - 1,7 m in einem Eisenwarengeschäft [1]
Detektor
elektrische Feldstärke 0,11 V/m (simuliert) 125 kHz induziertes E-Feld im Körper eines stehenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden; Spulenstrom: 4 A [2]
0,14 V/m (gemessen) 125 kHz induziertes E-Feld im Körper eines sitzenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden; Spulenstrom: 4 A [2]
1,12 V/m (simuliert) 125 kHz induziertes E-Feld im Körper eines stehenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden; Spulenstrom: 40 A [2]
1,38 V/m (simuliert) 125 kHz induziertes E-Feld im Körper eines sitzenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden; Spulenstrom: 40 A [2]
3,55–35,53 V/m (Maximum, simuliert) 125 kHz induziertes, maximales H-Feld im Körper eines sitzenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden [2]
3,55 V/m (Maximum, simuliert) 125 kHz für einen stehenden chinesischen Mann mit einer Größe von 1,72 m; hochskaliert auf ICNIRP Grenzwerte für den öffentlichen Raum; Abstand 20 cm zum Detektor [3]
5,39 V/m (Maximum, simuliert) 125 kHz für ein stehendes Kleinkind mit einer Größe von 0,74 m; hochskaliert auf ICNIRP Grenzwerte für den öffentlichen Raum; Abstand 20 cm zum Detektor [3]
5,63 V/m (Maximum, simuliert) 125 kHz für ein stehendes Kind mit einer Größe von 1,20 m; hochskaliert auf ICNIRP Grenzwerte für den öffentlichen Raum; Abstand 20 cm zum Detektor [3]
magnetische Feldstärke 0,03–0,33 A/m (Mittelwert, simuliert) 125 kHz induziertes, gemitteltes H-Feld im Körper eines stehenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden [2]
0,04–0,38 A/m (Mittelwert, simuliert) 125 kHz induziertes, gemitteltes H-Feld im Körper eines sitzenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden [2]
0,7–14,5 A/m (gemessen) 58 - 132 kHz in einem Abstand von ca. 20 cm und einer Höhe von 1,3 m [4]
0,8–24,5 A/m (gemessen) 58 - 132 kHz in einem Abstand von ca. 20 cm und einer Höhe von 1 m [4]
0,9–35 A/m (gemessen) 58 - 132 kHz in einem Abstand von ca. 20 cm in verschiedenen Höhen [4]
2,1 A/m (gemessen) 125 kHz - [5]
3,22–32,23 A/m (Maximum, simuliert) 125 kHz induziertes, maximales H-Feld im Körper eines stehenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden [2]
4,6–17 A/m (Mittelwert, gemessen) 58 kHz Mittelwert aus 45 verschiedenen Messpunkten, jeweils in einem Abstand von 5 cm [6]
magnetische Flussdichte 2–52 µT (gemessen) 58 kHz in einem Abstand von 0,2 m zu den Schleusen in einem Eiswarengeschäft [1]
4–18 µT (gemessen) 58 kHz in einer Höhe von 0,8 - 1,7 m in der Mitte der Schleusen in einem Eisenwarengeschäft [1]
10–20 µT (gemessen) 58 kHz in einer Höhe von 0,8 - 1,7 m in der Mitte der Schleusen in einer Postfiliale [1]
17,4 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz in einem Abstand von 62,5 cm zum Transmitter (gepulst modulierter Sinus) [7]
19 µT (gemessen) 58 kHz in einer Höhe von 0,8 - 1,7 m in der Mitte der Schleusen in einem Supermarkt [1]
22,3 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Digital Euro ProMax: in einem Abstand von 50 cm zur Antenne [8]
31–189 µT (gemessen) 58 kHz in einem Abstand von 0,2 m zu den Schleusen in einer Postfiliale [1]
34,8 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz ProMax IV: in einem Abstand von 50 cm zur Antenne [8]
35 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Stargate: in einem Abstand von 50 cm zur Antenne [8]
37 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Digital Euro ProMax: in einem Abstand von 35 cm zur Antenne [8]
45,5 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Ultra Exit: in einem Abstand von 50 cm zur Antenne [8]
52 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz in einem Abstand von 37,2 cm (kontinuierliche Welle) [7]
56 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Stargate: in einem Abstand von 35 cm zur Antenne [8]
61,7 µT (Mittelwert, gemessen) 58 kHz Gemessen in 36 cm Abstand zwischen zwei Antennen mit einer Weite von 274,3 cm. [9]
62,2 µT–64,9 T (Mittelwert, gemessen) 58 kHz Gemessen in 36 cm Abstand zwischen zwei Antennen mit einer Weite von 182,9 cm. [9]
65 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz in einem Abstand von 36 cm zum Transmitter (gepulst moduliertes Sinussignal) [7]
69,6 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz ProMax IV: in einem Abstand von 35 cm zur Antenne [8]
75,7 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Digital Euro ProMax: in einem Abstand von 20 cm zur Antenne [8]
91 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Ultra Exit: in einem Abstand von 35 cm zur Antenne [8]
106,7 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Digital Euro ProMax: in einem Abstand von 10 cm zur Antenne [8]
120 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Stargate: in einem Abstand von 20 cm zur Antenne [8]
138 µT (gemessen) 58 kHz in einem Abstand von 0,2 m zu den Schleusen in einem Supermarkt [1]
145 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz ProMax IV: in einem Abstand von 20 cm zur Antenne [8]
156 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Ultra Exit: in einem Abstand von 20 cm zur Antenne [8]
222 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Stargate: in einem Abstand von 10 cm zur Antenne [8]
237 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz ProMax IV: in einem Abstand von 10 cm zur Antenne [8]
298 µT (Maximum, gemessen) 58 kHz Ultra Exit: in einem Abstand von 10 cm zur Antenne [8]
SAR 1,67 µW/kg (simuliert) 125 kHz gemittelt über 10 g im Körper eines stehenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden; Spulenstrom: 4 A [2]
2,28 µW/kg (simuliert) 125 kHz gemittelt über 10 g im Körper eines sitzenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden; Spulenstrom: 4 A [2]
166 µW/kg (simuliert) 125 kHz gemittelt über 10 g im Körper eines stehenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden; Spulenstrom: 40 A [2]
228 µW/kg (gemessen) 125 kHz gemittelt über 10 g im Körper eines sitzenden Kindes; Detektorschleusen sind 50 cm x 120 cm groß und befinden sich in einer Höhe von 20 cm über dem Boden; Spulenstrom: 40 A [2]
Tag
magnetische Flussdichte 0,068 µT (gemessen) 125 kHz in einem Abstand von 1 m [10]

Quellen

  1. Roivainen P et al. (2014): Occupational exposure to intermediate frequency and extremely low frequency magnetic fields among personnel working near electronic article surveillance systems.
  2. Li C et al. (2014): Numerical evaluation of exposure to the electromagnetic fields of an electronic article surveillance system with postured infant model.
  3. Li C et al. (2015): Dosimetry for infant exposures to electronic article surveillance system: Posture, physical dimension and anatomy.
  4. Harris C et al. (2000): Electromagnetic field strength levels surrounding electronic article surveillance (EAS) systems.
  5. Börner F (2011): Elektromagnetische Felder an Anlagen, Maschinen und Geräten.
  6. Trulsson J et al. (2007): Assessment of magnetic fields surrounding electronic article surveillance systems in Sweden.
  7. (2007): Extremely low frequency fields (WHO EHC Monograph No. 238)
  8. BfS et al. (2012): Bestimmung der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern, die durch den Einsatz von Radio Frequency Identification (RFID) Technologien entstehen - Vorhaben 3609S80002
  9. Casamento J (1999): Characterizing Electromagnetic Fields of Common Electronic Article Surveillance Systems.
  10. van der Togt R et al. (2008): Electromagnetic interference from radio frequency identification inducing potentially hazardous incidents in critical care medical equipment.