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Epidemiologische Studie (Fall-Kontroll-Studie)

Mobile Phone Use and the Risk of Acoustic Neuroma. epidemiol.

Mobiltelefon-Nutzung und das Risiko für Akustikusneurinom.

Von: Lönn S, Ahlbom A, Hall P, Feychting M
Erschienen in: Epidemiology 2004; 15 (6): 653 - 659 ( Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
Eine bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie wurde in Schweden durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Akustikusneurinom zu untersuchen.
Hintergrund/weitere Details:
Regelmäßige Nutzung wurde als Nutzung eines Mobiltelefons durchschnittlich einmal wöchentlich in 6 oder mehr Monaten definiert.
Die Studie ist Teil des INTERPHONE-Projekts.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels Odds Ratio (OR)

Exposition

Expositionsgruppen:

Referenzgruppe 1:  keine oder seltene Nutzung  
Gruppe 2:  regelmäßige Nutzung 
Gruppe 3:  Nutzungsdauer < 5 Jahre 
Gruppe 4:  Nutzungsdauer 5-9 Jahre 
Gruppe 5:  Nutzungsdauer ≥ 10 Jahre 
Gruppe 6:  Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung < 5 Jahre 
Gruppe 7:  Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung 5-9 Jahre 
Gruppe 8:  Zeit seit erster regelmäßiger Nutzung ≥ 10 Jahre 
Gruppe 9:  Gesamtdauer < 30 Stunden 
Gruppe 10:  Gesamtdauer 30-449 Stunden 
Gruppe 11:  Gesamtdauer ≥ 450 Stunden 
Gruppe 12:  Gesamtdauer, bereinigt um Freisprechanlage-Nutzung, < 30 Stunden 
Gruppe 13:  Gesamtdauer, bereinigt um Freisprechanlage-Nutzung, 30-449 Stunden 
Gruppe 14:  Gesamtdauer, bereinigt um Freisprechanlage-Nutzung, ≥ 450 Stunden 
Gruppe 15:  Gesamtzahl der Anrufe < 625 
Gruppe 16:  Gesamtzahl der Anrufe 625-7349 
Gruppe 17:  Gesamtzahl der Anrufe ≥ 7350 
Gruppe 18:  regelmäßige Nutzung eines digitalen Telefons 
Gruppe 19:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung eines digitalen Telefons < 5 Jahre 
Gruppe 20:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung eines digitalen Telefons ≥ 5 Jahre 
Gruppe 21:  regelmäßige Nutzung eines analogen Telefons 
Gruppe 22:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung eines analogen Telefons < 5 Jahre 
Gruppe 23:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung eines analogen Telefons 5-9 Jahre 
Gruppe 24:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung eines analogen Telefons ≥ 10 Jahre 
Gruppe 25:  ipsilaterale Exposition regelmäßige Nutzung 
Gruppe 26:  ipsilaterale Exposition regelmäßige Nutzung < 5 Jahre 
Gruppe 27:  ipsilaterale Exposition regelmäßige Nutzung 5-9 Jahre 
Gruppe 28:  ipsilaterale Exposition regelmäßige Nutzung ≥ 10 Jahre 
Gruppe 29:  ipsilaterale Exposition Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung < 5 Jahre 
Gruppe 30:  ipsilaterale Exposition Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung 5-9 Jahre 
Gruppe 31:  ipsilaterale Exposition Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung ≥ 10 Jahre 
Gruppe 32:  kontralaterale Exposition regelmäßige Nutzung 
Gruppe 33:  kontralaterale Exposition regelmäßige Nutzung < 5 Jahre 
Gruppe 34:  kontralaterale Exposition regelmäßige Nutzung 5-9 Jahre 
Gruppe 35:  kontralaterale Exposition regelmäßige Nutzung ≥ 10 Jahre 
Gruppe 36:  kontralaterale Exposition Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung < 5 Jahre 
Gruppe 37:  kontralaterale Exposition Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung 5-9 Jahre 
Gruppe 38:  kontralaterale Exposition Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung ≥ 10 Jahre 

Population


Studiengröße i Fälle  Kontrollen 
Anzahl geeignet 160838
Teilnehmeranzahl 148604
Teilnehmerrate 93%72%

Statistisch signifikante Ergebnisse i

 Gruppe  Exposition  Endpunkt  Fälle  Kontrollen  Parameter (OR Konfidenzintervall 
31ipsilaterale Exposition Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung ≥ 10 JahreAkustikusneurinom12153,91,6-9,5

Statistische Auswertung mittels unkonditionaler logistischer Regression (korrigiert für Alter, Geschlecht, Region, Bildung)

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
Die Ergebnisse zeigten kein erhöhtes Risiko für Akustikusneurinome im Zusammenhang mit kurzzeitiger Mobiltelefon-Nutzung. Die Daten wiesen auf ein erhöhtes Risiko für Akustikusneurinome bei einer mindestens 10-jährigen Nutzung eines Mobiltelefons auf. Dieser Zusammenhang ist am stärksten bei Tumoren auf derselben Seite, an die das Handgerät normalerweise gehalten wurde.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Fall-Kontroll-Studie)

Studie gefördert durch

  • European Union (EU)/European Commission
  • Swedish Research Council (VR)
  • International Union against Cancer (UICC; Union Internationale Contre le Cancer), Switzerland

Zu diesem Artikel veröffentlichte Kommentare:Themenverwandte Artikel i
Glossar: Akustikusneurinome, analoges, bevölkerungsbezogen, Computertomographie, DECT, Diagnose, digitales, Endpunkt, epidemiologische Studie, Exposition, Fall-Kontroll-Studie, GSM, Händigkeit, Hirntumor, Histologie, Interphone-Projekts, Inzidenz, ipsilaterale, Konfidenzintervall, Krebsregister, Magnetresonanztomographie, Matching, Mobiltelefon, NMT, OR, Risiko, statistische, Tumoren, unkonditionaler logistischer Regression

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