Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Operant behavior and colonic temperature of Macaca mulatta exposed to radio frequency fields at and above resonant frequencies. med./bio.

[Operantes Verhalten und Darm-Temperatur von Rhesusaffen, die Hochfrequenz-Feldern bei und über Resonzfrequenzen ausgesetzt wurden].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 1984; 5 (2): 233-246

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte operantes Verhalten und die Darm-Temperatur von Rhesusaffen untersucht werden, die bei hochfrequenten Feldern exponiert wurden. Weiterhin sollten die kleinsten Leistungsflussdichten bestimmt werden, die die Leistungsfähigkeit beeinflussen.

Hintergrund/weitere Details

Die Tiere wurden darauf abgerichtet, einen Hebel zu betätigen (Beobachtungs-Antwort), wodurch Signale erzeugt wurden, die auf die Verfügbarkeit von Futter hindeuteten. Bei Vorhandensein aperiodisch erscheinender Futter-Signale wurde eine Erkennungs-Antwort über einen anderen Hebel mit Futter belohnt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 255 MHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: kontinuierlich für 60 Min/Session; insgesamt 53 Sessions
Exposition 2: 1,3 GHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 60 Min/Session, insgesamt 328 Sessions
Exposition 3: 5,8 GHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 60 Min/Session; insgesamt 133 Sessions

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 255 MHz
Charakteristik
Expositionsdauer kontinuierlich für 60 Min/Session; insgesamt 53 Sessions
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 0,24 m
Kammer Anechoic chamber shielded by metal.
Aufbau Animals were restrained in chairs and their heads were aligned with the center of the horn.
Zusatzinfo Animal was 0.78 times the far-field distance.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 50 W/m² Minimum gemessen - bis 11 mW/cm²
Leistungsflussdichte 81 W/m² Mittelwert gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 1,3 GHz
Charakteristik
Polarisation
Expositionsdauer kontinuierlich für 60 Min/Session, insgesamt 328 Sessions
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 3 µs
Folgefrequenz 370 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Zusatzinfo not closer than 0.57 the far field distance, various distances.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 570 W/m² Mittelwert gemessen - -
Leistungsflussdichte 200 W/m² Mittelwert gemessen - bis 95 mW/cm²

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 5,8 GHz
Charakteristik
Polarisation
Expositionsdauer kontinuierlich für 60 Min/Session; insgesamt 133 Sessions
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 500 ns
Pakete pro Sekunde 662
Zusatzinfo

0.5 or 2 µs pulse width

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 140 mW/cm² Mittelwert gemessen - -
Leistungsflussdichte 110 W/m² Minimum gemessen - bis 150 mW/cm²

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Leistungsfähigkeit bei der Beobachtungs-Antwort wurde mit ansteigenden höheren Leistungsflussdichten beeinträchtigt, ebenso wenn die Frequenz von den Resonanz-nahen 225 MHz auf die 5.8 GHz oberhalb der Resonanz anstieg.
Der Schwellenwert der Leistungsflussdichte für eine gestörte Antwort-Rate bei 225 MHz lag bei 8.1 mW/cm²; bei 1.3 GHz lag der Schwellenwert bei 57 mW/cm² und bei 5.8 GHz bei 140 mW/cm². Diese Leistungsflussdichten waren mit verlässlichen Erhöhungen der Darm-Temperaturen über den Werten der Schein-Exposition verbunden. Die durchschnittliche Erhöhung lag im Bereich von 1°C. Änderungen der Antwort-Raten wurden nicht bei Fehlen gleichzeitiger Temperatur-Erhöhungen gefunden.
In diesen Experimenten war die Erhöhung der Darm-Temperatur ein viel besserer "Vorhersager" für Verhaltens-Störungen als die Leistungsflussdichte des einfallenden Feldes oder die Schätzwerte der durchschnittlichen Gesamtkörper-Raten der Energie-Absorption.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch