Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Retarded tumor growth and greater longevity in mice after fetal irradiation by 2450-MHz microwaves. med./bio.

[Verzögertes Tumor-Wachstum und größere Langlebigkeit bei Mäusen nach fötaler Befeldung mit 2450 MHz Mikrowellen].

Veröffentlicht in: J Surg Oncol 1978; 10 (6): 483-492

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Hypothese getestet werden, dass sich bei Säugetieren durch häufiges Erhöhen der Körpertemperatur die Lebensdauer verringert, wenn dies zu einer Zunahme der Stoffwechsel-Rate führt (Umsatz-Zunahme). Dabei diente die Strategie, Mäusen kurz vor der Entwöhnung (von der Mutter) ein schnell wachsendes Sarkom einzupflanzen, nicht der Tumor-Behandlung, sondern der Erzeugung eines Säugetier-Präparats mit verkürzter Lebensdauer.

Hintergrund/weitere Details

In der ersten Studie wurden die Mäusen in utero exponiert/schein-exponiert (20 Minuten täglich, 2450 MHz, 0 oder 35 mW/g während des 11.-14. Tags der Trächtigkeit). Allen Mäusen wurde am 16. Tag nach der Geburt ein Homogenat aus einem lymphoretikulärem Zell-Sarkom eingepflanzt. Beginnend mit dem 19. Tag wurden sie einer Serie von 36 täglichen Mikrowellen-Expositionen unterworfen.
In der zweiten Studie erhielten die Mäuse die vier Befeldungs-Behandlungen in utero. Eine Exposition nach der Geburt wurde nicht verabreicht. Allen Mäusen wurde das Homogenat am 16. Tag nach der Geburt eingepflanzt. Anschließend wurden sie für fast 36 Monate in Hinblick auf die Entwicklung tastbarer Tumoren und auf ihre Langlebigkeit beobachtet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,45 GHz
Expositionsdauer: 20 min/Tag während des 11. bis 14. Tags der Gestation und 19. bis 54. Tag nach der Geburt
Exposition 2: 2,45 GHz
Expositionsdauer: 20 min/Tag während der Tage 11 bis 14 der Gestation
Exposition 3: 2,45 GHz
Expositionsdauer: 20 min/day am 11., 12., 13. und 14. Tag der Gestation

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Charakteristik
  • gerichtetes Feld
Expositionsdauer 20 min/Tag während des 11. bis 14. Tags der Gestation und 19. bis 54. Tag nach der Geburt
Zusatzinfo Experiment 1
Modulation
Modulationsart s. Zusatzinfo
Zusatzinfo

60 Hz sinusoidally modulated signals were applied

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau Maternal subjects were located in the cavity
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo animals were assigned to one of the following groups: i) sham exposure during both periods ii) sham exposure during utero and exposure during postnatal iii) exposure during utero and sham exposure during postnatal iv) exposure during the both periods
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 35 mW/g Mittelwert berechnet Ganzkörper 33 bis 38 mW/g; ermittelt durch Kalorimetrie

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Charakteristik
  • gerichtetes Feld
Expositionsdauer 20 min/Tag während der Tage 11 bis 14 der Gestation
Zusatzinfo Experiment 1
Modulation
Modulationsart s. Zusatzinfo
Zusatzinfo

60 Hz sinusoidally modulated signals were applied

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 35 mW/g Mittelwert berechnet Ganzkörper 33 bis 38 mW/g; ermittelt durch Kalorimetrie

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Charakteristik
  • gerichtetes Feld
Expositionsdauer 20 min/day am 11., 12., 13. und 14. Tag der Gestation
Zusatzinfo Experiment 2
Modulation
Modulationsart s. Zusatzinfo
Zusatzinfo

60 Hz sinusoidally modulated signals were applied

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 35 mW/g Mittelwert berechnet Ganzkörper 33 bis 38 mW/g; ermittelt durch Kalorimetrie

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Fötale Befeldung, die die Darm-Temperatur der Muttertiere im Durchschnitt um 2.24°C erhöht, war mit einer verringerten Tumor-Inzidenz verbunden, wie durch die Obduktion am 93. Tag nach der Geburt histologisch nachgewiesen werden konnte. (erste Studie).
In der zweiten Studie entwickelten sich die Tumoren bei fötal exponierten Mäusen zunächst zu einer geringereren Rate. 2,5 Monate nach der Einpflanzung waren die entsprechenden Prozentsätze bei schein- und Mikrowellen-exponierten Mäusen mit denen vergleichbar, die nach Beendigung der ersten Studie beobachtet wurden. Anschließend nahm die Rate der Tumor-Induktion bei exponierten Mäusen zu und nach dem 4. Monat erreichte der endgültige Prozentsatz der exponierten Mäuse mit Tumoren fast den der Kontrollen.
Sowohl die Tumor-tragenden als auch die Tumor-freien Mäuse, die als Föten befeldet wurden, lebten im Durchschnitt länger als die entsprechenden Kontrollen. Es wird angenommen, dass die Langzeit-Zunahme der Immunkompetenz, hervorgerufen durch in utero Hyperthermie, verantwortlich für die Erhöhung der Überlebensrate und die gehemmte Induktion der Tumoren ist.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch