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Krebs

Onkologie. Allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung oder Gewebe-Wucherung (Neoplasma, Tumor), die durch unkontrolliertes Zellwachstum zustande kommt. Krebs umfasst eine Gruppe von mehr als 100 Krankheiten, die an verschiedenen Stellen des Körpers in ihren Ursprung haben. Die Krebs-Zellen können in benachbartes gesundes Gewebe eindringen und sich über die Blut-Bahn oder das Lymphgefäßsystem verbreiten und in anderen Organen als Tochtergeschwülste (Metastasen) vermehren.

Bei Krebs ist der normale Zyklus von Zellwachstum, Zellteilung und programmiertem Zelltod gestört. Wenn beispielsweise die DNA in einer Zelle geschädigt und eine Mutation aufgetreten ist, die das normale Wachstum und die Teilung der Zelle beeinflusst, kann sich die Krebs-Zelle unkontrolliert vermehren. Vereinfacht ausgedrückt entstehen neue Zellen dann an Stellen, wo der Körper sie nicht benötigt, und alte Zellen sterben nicht ab.

Nach dem klassischen Dreistufen-Modell besteht die Kanzerogenese aus den Phasen Tumorinitiation, Tumorpromotion und Progression, in denen sich normale Zellen zu Krebs-Zellen entwickeln. Neuere Modelle gehen häufig von Mehrstufen-Prozessen aus, an denen bis zu 10 Mutationen beteiligt sind. Onkogene, Proto-Onkogene und Tumorsuppressor-Gene können ebenfalls an dem Prozess der Krebsentstehung (Karzinogenese) beteiligt sein.