Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Exposure to a moderate intensity static magnetic field enhances the hypotensive effect of a calcium channel blocker in spontaneously hypertensive rats. med./bio.

[Die Befeldung mit statischem Magnetfeld mäßiger Stärke erhöht den blutdrucksenkenden Effekt eines Calcium-Kanal-Blockers bei Ratten mit spontan erhöhtem Blutdruck].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2005; 26 (8): 611-623

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Hypothese untersucht werden, dass ein mäßig intensives statisches Magnetfeld die Ca2+-Dynamiken in Nicardipin (ein Spannungs-gesteuerter Ca2+-Ionenkanal-Blocker)-induzierten hypotensiven SH-Ratten (spontan hypertensive Ratten) beeinflussen und verminderten Blutdruck induzieren könnte. Die Untersuchung wurde angelegt, um die Wirkungen einer örtlichen Verabreichung eines mäßig intensiven statischen Magnetfelds auf pharmakologisch modulierten Blutdruck bei der Entwicklung genetischer Hypertension zu bewerten und aufzuklären, wie das statische Magnetfeld kardiovaskuläre und Ca2+-verbundene biologische Signalwege und Reaktionen beeinflusst.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden vier experimentelle Gruppen mit jeweils 14 Tieren untersucht: (1) Schein-Exposition mit Salz-Injektion (Kontrolle); (2) statische Magnetfeld-Exposition mit Salz-Injektion; (3) Schein-Exposition mit Nicardipin-Injektion; (4) statische Magnetfeld-Exposition mit Nicardipin-Injektion.
Nicardipin (2 mg/kg) wurde 14 Wochen lang drei Mal pro Woche verabreicht und 15 Minuten nach jeder Injektion wurden die Messungen durchgeführt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1:
Expositionsdauer: kontinuierlich für 14 Wochen

Allgemeine Informationen

Four experimental groups of 14 animals each were examined: (1) sham exposure with intraperitoneal (ip) saline injection control);(2) SMF exposure with ip saline injection (SMF); (3) sham exposure with ip nicardipine injection (NIC); (4) SMF exposure with ip nicardipine injection.

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 14 Wochen
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • A disc-shaped permanent magnet (Sm2Fe17N3, 4.4 mm in diameter, 2.2 mm in height)
Aufbau The magnet was surgically implanted in the vicinity adjacent to the left carotid sinus baroreceptor region in the neck. As sham exposed controls, a dummy magnet of the same size, weight, and material as the real magnet was implanted in the same position of each rat . The surfaces of both real and dummy magnets were coated with PTFE (Teflon) to use biomedical implant.
Zusatzinfo The north side of the magnet was oriented towards the left carotid artery and the nearest distances from the edge of the magnet to the left carotid sinus were 2-3 mm. The principal axis of the left carotid artery was directed perpendicular to the SMF.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 20 mT - gemessen - bis zu 40 mT im linken Sinusnerv
magnetische Flussdichte 180 mT Maximum gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Wirkung von Nicardipin verminderte in der Nicardipin-Gruppe im Vergleich zur Kontrolle-Gruppe signifikant den Blutdruck und erhöhte die Herzfrequenz, den Haut-Blutfluss, die Haut-Blut-Geschwindigkeit, das Plasma-Adrenalin und -Noradrenalin, aber es veränderte nicht die Gehalte der Plasma-Stickoxid-Metabolite.
Die örtliche Verabreichung eines mäßig intensiven statischen Magnetfelds (für 5-8 Wochen) unterdrückte oder verzögerte die Blutdruck-Erhöhung in den SH-Ratten. Das statische Magnetfeld wirkte während der 1-8-wöchigen Expositions-Dauer synergistisch mit der Nicardipin-induzierten Hypotension. Darüber hinaus rief das statische Magnetfeld bei der Nicardipin-induzierten Hypotension einen signifikanten Anstieg beim Plasma-Stickoxid hervor.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das statische Magnetfeld, im Vergleich zur Nicardipin-Behandlung alleine, die Nicardipin-induzierte Hypertension durch ein wirksameres Entgegenwirken auf den Ca2+-Influx durch die Ca2+-Kanäle erhöhen könnte. Darüber hinaus könnten die erhöhten anti-hypertensiven Wirkungen des statischen Magnetfelds auf die Nicardipin-behandelten Ratten teilweise mit erhöhten Gehalten der Stickoxid-Metabolite verbunden sein.
Theoretische Überlegungen deuten darauf hin, dass das statische Magnetfeld in der Barorezeptor-Region durch die Halsschlagader-Pulsierung in ein magnetisches Wechselfeld umgeformt worden sein könnte. Die Autoren schlagen vor, dass das mäßig intensive magnetische Wechselfeld, das durch die wechselnde Puls-Rate moduliert wird, die Aktivität des Barorezeptors und die Baroreflex-Funktion beeinflussen könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch