Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Health Effects of Electromagnetic Fields on Reproductive-Age Female Operators of Plastic Welding Machines in Fuzhou, China epidem.

[Gesundheitliche Wirkungen von elektromagnetischen Felder auf Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter, die an Plastikschweiß-Maschinen in Fuzhou in China arbeiten]

Veröffentlicht in: J Occup Environ Med 2016; 58 (2): 148-153

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in China durchgeführten Querschnittsstudie wurden die gesundheitlichen Wirkungen von elektromagnetischen Feldern bei Frauen, die an Plastikschweiß-Maschinen in Schuhfabriken arbeiteten, untersucht.

Weitere Details

Arbeiterinnen in Supermärkten in der Nähe der Fabriken wurden als nicht-exponierte Kontrollgruppe ausgewählt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 nicht exponiert: Kontrollgruppe
Gruppe 2 Fabriken mit niedriger Exposition: < 150 V/m
Gruppe 3 Fabriken mit hoher Exposition: ≥150 V/m
Referenzgruppe 4 kumulierte Exposition: 0 Jahre-V/m
Gruppe 5 kumulierte Exposition: 0 - 499 Jahre-V/m
Gruppe 6 kumulierte Exposition: 500 - 999 Jahre-V/m
Gruppe 7 kumulierte Exposition: ≥ 1000 Jahre-V/m

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 529
Sonstiges:

180 Arbeiterinnen in Schuhfabriken und 349 Arbeiterinnen in Supermärkten

Statistische Analysemethode:

Ergebnisse (lt. Autor)

Es wurden keine elektrischen Felder (über 1 V/m) in den Supermärkten nachgewiesen. Die mittleren elektrischen Feldstärken im Frequenzbereich von 25 MHz bis 30 MHz in der Nähe von Plastikschweiß-Maschinen in den fünf Schuhfabriken reichten von 51,3 bis 368,9 V/m und überschritten damit den nationalen Grenzwert von 25 V/m. Die Magnetfeldstärke lag zwischen 0,02 A/m bis 0,06 A/m und damit unterhalb der Grenzwerte.
Die Häufigkeit von körperlichen Beschwerden stieg mit einer höheren elektrischen Feld-Exposition an. Die Häufigkeit von Menstruations-Störungen lag in der Kontrollgruppe bei 12,0%, während sie in der Gruppe mit einer niedrigen Exposition < 150 V/m (26,8%) und in der Gruppe mit einer hohen Exposition ≥ 150 V/m (33.8%) signifikant höher waren. In den Gruppen mit der kumulierten Exposition stieg die Häufigkeit der meisten körperlichen Beschwerden und Menstruations-Störungen mit der kumulierten Exposition an. Es wurden keine signifikanten Zusammenhänge zwischen nachteiligen Wirkungen auf die Schwangerschaft und der beruflichen elektrischen Feld-Exposition bei den Arbeiterinnen beobachtet. Der Serumgehalt an Progesteron war in den exponierten Gruppen signifikant niedriger im Vergleich zu der Kontrollgruppe.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die berufliche Exposition bei elektromagnetischen Feldern von Plastikschweiß-Maschinen in Schuhfabriken mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen einschließlich körperlicher Beschwerden, Menstruations-Störungen und einem niedrigen Serumgehalt an Progesteron bei Arbeiterinnen zusammenhängt.

Studie gefördert durch

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