Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Normal brain response after interstitial microwave hyperthermia. med./bio.

[Normale Gehirn-Antwort nach interstitieller Mikrowellen-Hyperthermie].

Veröffentlicht in: Int J Hyperthermia 1991; 7 (5): 795-808

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte das Ausmaß und der Zeitverlauf von radiographischen Veränderungen, induziert im Hunde-Gehirn nach einer einzelnen 30-minütigen Hyperthermie-Anwendung (bei Temperaturen von 40, 41, 42, 43 und 44°C), abgeschätzt werden. Es wurde eine spiralenförmige Spulen-Mikrowellen-Antenne genutzt, um kleine fokale Läsionen in der frontalen weißen Substanz hervorzurufen. Die Volumina der Nekrosen und Kontrast-Erscheinungen wurden 6 Wochen lang wöchentlich unter Nutzung der Computer-Tomographie gemessen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,45 GHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: 30 Minuten
-

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 30 Minuten
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • helical coil microwave antenna with 1cm long coil to antenna feed line at the tip
Abstand zw. Messgerät und exponiertem Objekt 5 m
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 0,0135 m
Aufbau microwave antenna inserted inside the skull
Zusatzinfo CT scans for 0.1s at 130 kVp and exposures of 63mAs.
Parameter

Für diese Exposition sind keine Parameter spezifiziert.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Wärme-Läsionen waren durch schnelle Entwicklung und Auflösung gekennzeichnet und bestanden aus einem Bereich fokaler geringer Dichte, umgeben von einem ringförmigen Kontrast-Erscheinungsbild (enhancement). Histologisch entsprach der Fokus geringer Dichte Regionen mit Gewebe-Nekrosen, wohingegen das "Ring-Enhancement" örtliche reaktive Veränderungen zeigte (inklusive endothelialer Zellproliferation und Infiltration mit Makrophagen).
Gewebe-Nekrosen wurden bei Temperaturen größer als 43.9 +/- 1.5°C gefunden. Die Nekrosen-Volumina und das "Ring-Enhancement" waren eine Woche nach der Anwendung auf einem Maximalwert. Relativ zur kontralateralen, nicht erwärmten Hemisphäre schien die regionale Hirndurchblutung in den ersten drei Wochen nach der Anwendung im erwärmten Gehirn reduziert zu sein, näherte sich aber in der vierten Woche dem Normalzustand. Die mittlere Durchgangszeit vom Blut war in den Wochen 1-3 im Vergleich zur unbehandelten Hemisphäre erhöht und die Gewebe-Vaskularität erreichte drei Wochen nach der Behandlung ihr Maximum.
Die schnellen Computer-Tomographie-Veränderungen, zusammen mit der Ultrafast-Computer-Tomographie und den histologischen Ergebnissen deuten darauf hin, dass fokale Wärme-Läsionen im Gehirn eine signifikante und schnelle vaskuläre Reaktion stimulieren.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch