Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Artificial static and geomagnetic field interrelated impact on cardiovascular regulation. med./bio.

[Wechselseitige Auswirkungen von künstlichen statischen Magnetfeldern und dem natürlichen Erdmagnetfeld auf die kardiovaskuläre Regulation].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2002; 23 (5): 329-338

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten wechselseitige Auswirkungen von künstlichen statischen Magnetfeldern und dem natürlichen Erdmagnetfeld auf arterielle Barorezeptoren in Kaninchen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Zu diesem Zweck wurde die Baroreflex-Empfindlichkeit vor und nach einer örtlichen Magnetfeld-Exposition der Sinus caroticus-Barorezeptor-Region in Verbindung mit der geomagnetischen Feld-Aktivität während des Experiments untersucht, bestimmt durch den K- und Ak-Index.
Das Erdmagnetfeld hat interne und externe Komponenten: Das interne Erdmagnetfeld kommt aus der Erde und ist den Geophysikern als das Haupt-Feld der Erde bekannt. Der zweite Teil ist eine zeitlich variierende Komponente.
K-Index: Die Tageschwankung des natürlich auftretenden "Erdmagnetfeld-Störungs-Grads". K-Indizes sind die quasi-logarithmischen Mittel der Erdmagnetfeld-Störung über ein 3-Stunden-Intervall und sie spieglen die maximale Schwankung während dieser Periode wider.
Ak: Charakterisiert die Größe der geomagnetischen Störung über einen Zeitraum von 24 Stunden und wird anhand der Summe der K-Werte berechnet, die während 24 Stunden auftreten.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1:
Expositionsdauer: 40 min

Allgemeine Informationen

The rabbits (n=46) were divided in two groups: Group 1: exposed (n=26) and Group 2: sham exposed (n=20)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer 40 min
Zusatzinfo Static magnetic field was used for exposure purpose. Reference article: Gmitrov J, Ohkubo C. 1998. Static magnetic field effect on baroreflex sensitivity in rabbits. Electro-Magnetobiol 17:217-228.
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • (Nd2-Fe14-B) alloy magnets hold by manipulators at an angle of 110 degrees
Kammer copper drum; room temperature maintained at 22.5°C
Aufbau The rabbits lay prone in the copper drum with their head and neck out of the drum and their heads fixed between the metal ring and the drum and manipulators with magnets positioned under sinocarotid baroreceptors of the neck.
Zusatzinfo At 50th min after the beginning of the experiment (not exposure), 490 mm² cylindrical sham or neodium-iron-boron alloy magnets were positioned for 65 min (from 50 to 115 min) with opposite poles under the right and left carotid sinus area.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 350 mT - gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Vor der Exposition mit dem statischen Magnetfeld wurde eine positive Korrelation zwischen dem aktuellen K-Index-Wert und dem mittleren arteriellen Blutdruck gefunden sowie eine negative Korrelation des K-Index mit der Baroreflex-Empfindlichkeit.
Nach der Exposition mit dem statischen Magnetfeld beobachteten die Autoren eine Abschwächung dieser "negativen Erdmagnetfeld-Störungs-Wirkung" auf die arteriellen Barorezeptoren. Das heißt, die Baroreflex-Empfindlichkeit war sowohl an Tagen mit geringer wie an Tagen mit hoher Erdmagnetfeld-Störung signifikant erhöht. Allerdings war die Abschwächung der Baroreflex-Empfindlichkeit während der Experimente mit hoher Erdmagnetfeld-Störung größer.
Die Ergebnisse könnten teilweise die Mechanismen einer nachteiligen Wirkung durch die Erdmagnetfeld-Störung auf das Herz-Kreislauf-System erklären. Klinische Tests sollten durchgeführt werden, um diese Ergebnisse zu untermauern. Es wird aber stark angenommen, dass die örtliche Barorezeptor-Exposition bei einem 0.35 T statischen Magnetfeld aufgrund der günstigen Wirkung wirksam bei verminderter Baroreflex-Empfindlichkeit ist.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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