Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Modification of the synaptic glutamate turnover in the hippocampal tissue exposed to low-frequency, pulsed magnetic fields. med./bio.

[Änderung des synaptischen Glutamat-Umsatzes im Hippocampus-Gewebe, das bei niederfrequenten, gepulsten Magnetfeldern exponiert wurde].

Veröffentlicht in: Brain Res 2005; 1052 (2): 232-235

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte der Einfluss gepulster Magnetfelder auf die Freisetzung (während der Exposition) und die Aufnahme (nach der Exposition) von Glutamat im Hippocampus-Gewebe untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Freisetzung wurde durch Nutzung hippocampaler Schnitte (der Maus) untersucht, der Aufnahme-Prozess wurde durch Nutzung von Synaptosomen charakterisiert, die aus den Hippocampus-Schnitten gewonnen wurden.
Es wurden Muster von Magnetfeldern verwendet, die Anfälle im Hippocampus-Gewebe in vitro induzieren und epileptische Vorfälle in präklinischen Tests.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 25 mHz
Expositionsdauer: 640 s
Exposition 2: 25–100 mHz
Expositionsdauer: 3340 s
Paradigma 1+2
Exposition 3: 25–250 mHz
Expositionsdauer: 6095 s
Paradigma 1+2+3

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 25 mHz
Typ
Signalform
  • rechteckig
Expositionsdauer 640 s
Zusatzinfo Paradigma 1
Zusatzinfo Paradigm 1(0.025 Hz) is given as: 9 mT, 12 mT and 15 mT MF with 20 s on/off cycle applied 4, 4 and 8 times, respectively. The exposure time pattern of E1 is calculated as follows: 20 s pulse on + 20 s pulse off multiplied by the number of repetitions which was 4 + 4 + 8.
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau The tissue chamber was surrounded by four magnetic coils.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 12 mT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -
magnetische Flussdichte 15 mT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -
magnetische Flussdichte 9 mT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 25–100 mHz
Typ
Signalform
  • rechteckig
Expositionsdauer 3340 s
Zusatzinfo Paradigma 1+2
Zusatzinfo Paradigm 1 (0.025 Hz) + Paradigm 2 (0.1 Hz) were applied. Paradigm 2 is given: 15 mT and another 15 mT MF with 5 s on/off cycle applied 9 and 6 times, respectively. The exposure time pattern of E2 is calculated as follows: Exposure time pattern of E1 + (5 s on + 5 s off + 20 s pause + 5 s on + 5 s off + 220 s multiplied by # of repetitions which was 9 + 6).
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 9 mT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -
magnetische Flussdichte 12 mT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -
magnetische Flussdichte 15 mT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 25–250 mHz
Typ
Signalform
  • rechteckig
Expositionsdauer 6095 s
Zusatzinfo Paradigma 1+2+3
Zusatzinfo Paradigm 1 (0.025 Hz) + Paradigm 2 (0.1 Hz) + Paradigm 3(0.25 Hz) were applied. Paradigm 3 is given as: 15 mT with 2 s on/off cycle applied 12, 4, 3, 5 and 6 times. The exposure time pattern of E3 is calculated as follows: Exposure time pattern of E2 + (2 s on + 2 s off + 30 s pause + 2 s on + 2 s off + 10 s pause + 2 s on + 2 s off + 25 s pause + 2 s on + 2 s off + 10 pause + 2 s on + 2 s off multiplied by # of repetitions which was 12+4+3+5+6).
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 9 mT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -
magnetische Flussdichte 12 mT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -
magnetische Flussdichte 15 mT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -

Referenzartikel

  • Wieraszko A (2004): Amplification of evoked potentials recorded from mouse hippocampal slices by very low repetition rate pulsed magnetic fields.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die gepulsten Magnetfelder (9-15 mT) verstärkten und verminderten jeweils die Freisetzung bzw. die Aufnahme von Glutamat. Allerdings verstärkten diejenigen Magnetfelder, die einen Anstieg der neuronalen Erregbarkeit ohne gleichzeitige Anfälle induzierten, beide Prozesse.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Glutamat-Synapsen ein Ziel für Magnetfeld-Aktivitäten sind. Die Ergebnisse zeigen, dass die Regulierung des Glutamat-Umsatzes durch Magnetfelder mit der Übererregbarkeit von Hippocampus-Neuronen und mit epileptischen Vorfällen korrelieren, die im Hippocampus von Magnetfeld-exponierten Patienten beobachtet wurden. Eine gepulste Magnetfeld-Stimulation hat das Potenzial zur Anwendung als diagnostisches Verfahren, das helfen könnte, den Anfall-erzeugenden Teil des Gehirns zu lokalisieren.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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